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Gewerkschaft und Fußball : Gegen Ausbeutung in Qatar

  • Aktualisiert am

Auf Sand gebaut: Fußball-WM in Qatar Bild: dpa

Weil auf den WM-Baustellen weiterhin „gequält und gestorben“ werde, will DGB-Chef Sommer gemeinsam mit DFB-Präsident Niersbach die Fifa auffordern, in Qatar für menschenwürdige Bedingungen zu sorgen.

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          Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollen sich mit einer gemeinsamen Aktion für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen im Golfstaat Qatar einsetzen. DGB-Chef Michael Sommer sagte in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe), auf den WM-Baustellen werde weiterhin „gequält und gestorben“.

          In Absprache mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach soll daher nun der Weltverband Fifa und über ihn das Emirat in die Pflicht genommen werden. Demnach wollen Sommer und Niersbach die 25 Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees mobilisieren. Sommer werde dazu die Gewerkschaftschefs in jenen Ländern anschreiben, aus denen die 25 Fifa-Funktionäre stammen. Niersbach werde sich direkt an sie wenden. „In maximal sechs Wochen“ wollen sie laut Sommer die Ergebnisse ihrer Aktion sichten. „Dann gehen wir auf die Fifa los“, sagte der Gewerkschafter.

          Der Weltverband müsse dafür sorgen, dass in Qatar künftig die Mindeststandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gelten. Dazu gehören die Beseitigung von Diskriminierung und Zwangsarbeit sowie die Zulassung von Gewerkschaften. Vor wenigen Wochen hatten Medienberichte über eine menschenunwürdige Situation von Gastarbeitern auf den Baustellen der WM 2022 für Aufsehen gesorgt. Allein in diesem Sommer sollen 44 Arbeiter aus Nepal gestorben sein.

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