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Russlands Leichtathleten : Zehn Millionen Geldstrafe und höchstens zehn Athleten

Tiefer Fall: Der Olympiatraum von russischen Leichtathleten wie Anschelika Sidorowa ist überschattet von Sanktionen. Bild: AFP

Der internationale Leichtathletikverband hat die Sanktionen gegen Russland verschärft. Bei Olympia dürfen höchstens zehn russische Leichtathleten unter neutraler Flagge starten. Zudem gibt es empfindliche Geldstrafen.

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          Lippenbekenntnisse und einen immer noch tief verwurzelten Mangel an Respekt gegenüber Anti-Doping-Normen und an Integrität in der Doping-Bekämpfung wirft der Weltverband der Leichtathleten, World Athletics (WA), dem seit 2015 suspendierten russischen Leichtathletik-Verband (Rusaf) vor. Obwohl dessen neuer Präsident Jewgeni Jurtschenko Manipulationen seines Vorgängers anerkannte und um Entschuldigung bat, bestraft der Weltverband die Russen hart. Zehn Millionen Dollar Strafe sollen sie zahlen, fünf davon bis Juli.

          Michael Reinsch
          (mr.), Sport

          Zudem dürfen höchstens zehn neutrale Athleten aus Russland an den Leichtathletik-Wettbewerben der Olympischen Spiele von Tokio in diesem Sommer teilnehmen. Diese sollen bald nominiert und in einem neuen, strengeren Verfahren überprüft werden; sie können selbst bei Verletzungen nicht ersetzt werden. Es gehe darum, sagte Verbandspräsident Sebastian Coe in Monaco, saubere Athleten in einem befleckten System zu finden.

          Vor allem mit den Russen befasste sich das WA-Council auf seiner Sitzung am Mittwoch und Donnerstag; wegen der Reisebeschränkungen durch das Corona-Virus waren viele von dessen Mitgliedern telefonisch zugeschaltet. WA wirft den Russen vor, insbesondere durch den Betrug im Fall des Hochspringers Danil Lysenko dem Ansehen des Sports und seiner Vermarktung geschadet sowie Zeit und Aufwand des Verbandes verschwendet zu haben. Der Plan, die Russen auf eine Vollversammlung aus dem Weltverband auszuschließen, wurde aufgegeben.

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