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TV-Sender aus Saudi-Arabien : Fußballverbände werfen BeoutQ „Piraterie“ vor

  • Aktualisiert am

Um Bilder von BeIN geht es: BeoutQ bedient sich rechtswidrig beim qatarischen Sportsender. Bild: dpa

Konzertierte Aktion der internationalen Fußballverbände und der großen Ligen: Weil ein juristischer Kampf gegen BeoutQ in Saudi-Arabien unmöglich erscheint, versuchen die Rechteinhaber nun politischen Druck aufzubauen.

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          Mehrere große Fußballverbände haben dem Sender BeoutQ „Diebstahl“ ihres geistigen Eigentums vorgeworfen. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten der Weltverband Fifa, der europäische Verband Uefa, der asiatische Verband AFC, die Bundesliga, die spanische La Liga, die englische Premier League und die italienische Serie A die illegalen Übertragungen von Fußballspielen des Senders „aufs Schärfste“. Als Rechteinhaber der Wettbewerbe schrieben sie am Mittwoch von „Piraterie“ und forderten angesichts des Ausmaßes „die saudische Regierung auf, rasch und entschlossen gegen BeoutQ vorzugehen“.

          Hintergrund der Debatte ist die Krise zwischen Qatar und Saudi-Arabien. Die Übertragungsrechte für viele Sportereignisse liegen in der arabischen Welt beim Sender BeIn Sports mit Sitz in Qatar. Der Sender besitzt in Saudi-Arabien allerdings keine Sendelizenz. Die dadurch entstehende Lücke füllt BeoutQ und zeigt unter anderem Spiele der europäischen Fußballligen oder auch Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, ohne dafür die Rechte zu besitzen.

          Immer wieder bestritt das Königreich, dass das Unternehmen seinen Sitz in Saudi-Arabien hat. Genau das sehen die Verbände und Ligen als Rechteinhaber als widerlegt an. Seit März 2018 habe man die Aktivitäten des Senders beobachtet. „Nach einer sorgfältigen Analyse (...) von BeoutQ durch Experten sind wir davon überzeugt, dass BeoutQ (...) die Einrichtungen mindestens eines Unternehmens in Saudi-Arabien nutzt“, hieß es am Mittwoch weiter.

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