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„Diktator“ der Fifa? : Infantinos Gedächtnis

Gemeinsames Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump: Gianni Infantino (links) im Kreis der Großen und Mächtigen Bild: dpa

Bei Verfahren im Zusammenhang mit dem Fußball-Weltverband Fifa leiden viele Männer im besten Alter auffallend häufig unter Erinnerungslücken. Nun steht auch Präsident Gianni Infantino im Fokus. Der spielt das alte Spiel. Mit Macht.

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          Gianni Infantino war erst ein paar Monate im Amt des Fifa-Präsidenten, da galt er schon als Diktator der Fédération Internationale de Football Association. Jedenfalls dem renommierten Basler Strafrechtler und Anti-Korruptionsexperten Mark Pieth. In den kommenden Tagen und Wochen wird sich zeigen, ob Pieth mit seiner Bewertung recht hat.

          Es ist ein Skandal mit einer interessanten Entwicklung ins Lokale: aus der Frage, aus welchen wertvollen Gründen welches Land, zum Beispiel Russland 2018, zum Beispiel Qatar 2022, zum Beispiel Deutschland 2006, Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft geworden ist, aus den Fragen nach institutionalisierter Korruption unter den Paten des Geschäfts über Kontinente hinweg, ist eine Affäre in den Korridoren der in Fußball-Verfahren auffällig langsamen Schweizer Justiz geworden. Bundesanwalt Michael Lauber haben die sonderbaren, das Erinnerungsvermögen offenbar schwer beeinträchtigenden Treffen mit Infantino das Amt gekostet. Keine Erinnerung, worum es ging im Juni 2017. Unglaubwürdig, urteilte das Schweizer Bundesverwaltungsgericht. Daraufhin kündigte Lauber seinen Rücktritt an.

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