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Der DFB wehrt sich : „Bin von der Unschuld der Verantwortlichen überzeugt“

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Präsident des Deutschen Fußball-Bundes: Fritz Keller Bild: Picture-Alliance

In der Steueraffäre um den Deutschen Fußball-Bund äußert sich nun dessen Präsident Fritz Keller. Dabei kritisiert der 63-Jährige Sportfunktionär vor allem das Vorgehen der Behörden.

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          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sein Präsident Fritz Keller gehen nach der Steuerrazzia energisch in die Offensive und kritisieren den medienwirksamen Auftritt der Behörden scharf. „Der Reputationsschaden für die Betroffenen und den DFB, der sich aus der unangemessenen behördlichen Vorgehensweise ergeben hat, erschüttert mich persönlich sehr“, sagte der 63 Jahre alte Keller nach einer außerordentlichen Präsidiumssitzung am Donnerstag. Er sei „weiterhin von der Unschuld der Verantwortlichen des DFB überzeugt“.

          Auf Anordnung der Frankfurter Staatsanwaltschaft waren am vergangenen Mittwoch die Geschäftsräume des DFB sowie Privatwohnungen von mehreren Funktionären durchsucht worden. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen. Im Kern geht es um die Besteuerung der Einnahmen aus der Bandenwerbung bei Heimspielen der Nationalmannschaft in den Jahren 2014 und 2015.

          Diese sollen bewusst falsch deklariert worden sein, womit der DFB einer Besteuerung in Höhe von etwa 4,7 Millionen Euro entgangen sei, hatte die Behörde mitgeteilt. In dieser Woche bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass der DFB die Millionensumme inzwischen nachgezahlt habe, dies aber keine Rolle bei den weiteren Ermittlungen spiele.

          Der DFB sieht die Sache anders: „Die Ergebnisse der bisherigen Überprüfungen widersprechen klar den erhobenen Vorwürfen. Dies ergibt sich bereits aus den Besteuerungs- und Betriebsprüfungsunterlagen. Die Staatsanwaltschaft hat es jedoch versäumt, diese Unterlagen im Vorfeld beizuziehen und auszuwerten“, teilte der Verband mit.

          Der DFB hob am Donnerstag „eine Verständigung mit den Finanzbehörden“ und die Nachzahlung hervor. „Zudem hat der DFB ebenfalls im März 2019 der Staatsanwaltschaft Frankfurt unaufgefordert alle bekannten Unterlagen zu diesem Vorgang übergeben und umfassende Kooperation zugesichert“, hieß es.

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