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Europäischer Fußballverband : Früherer Uefa-Präsident Michel Platini in Polizeigewahrsam

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Derzeit in Polizeigewahrsam: der frühere Uefa-Präsident Michael Platini, hier beim Fifa-Kongress 2016 Bild: AFP

Kürzlich kritisierte Michel Platini noch den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino und brachte sich damit selbst wieder ins Gespräch – nun steht der Franzose ungewollt im Mittelpunkt. Es geht um die umstrittene WM-Vergabe an Qatar.

          Der für alle Fußballaktivitäten gesperrte frühere Uefa-Präsident Michel Platini ist laut einem Agenturbericht von der französischen Polizei in Gewahrsam genommen worden. Das bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Paris, zuvor hatten französische Medien darüber berichtet. Hintergrund ist laut Medien eine Ermittlung zu der umstrittenen WM-Vergabe nach Qatar. Berichten zufolge werde der ehemalige Kapitän der französischen Nationalmannschaft in den Räumlichkeiten der Anti-Korruptions-Abteilung der Kriminalpolizei im Pariser Vorort Nanterre verhört. Es bestehe der Verdacht der „aktiven und passiven Korruption“.

          Platini war von der Fifa-Ethikkommission 2015 zunächst für acht Jahre für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt worden, der Bann wurde später auf vier Jahre reduziert. Grund war eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken, die er 2011 vom früheren Fifa-Chef Joseph Blatter erhalten hatte. Laut Blatter und Platini handelte es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Platinis Fifa-Arbeit in den Jahren 1998 bis 2002.

          Platini galt vor seiner Sperre als Favorit auf die Nachfolge von Blatter als Fifa-Präsident. Nach seinem Ausschluss setzte sich überraschend sein ehemaliger enger Vertrauter Gianni Infantino bei der Wahl zum Weltverbands-Boss durch. Platinis Sperre läuft im Oktober 2019 aus. Ob der ehemalige Weltklasse-Spieler wieder in die Sportfunktionärswelt zurückkehren kann, ist nun offener denn je.

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