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Früherer DfB-Präsident : Die schweren Vorwürfe des Theo Zwanziger

  • -Aktualisiert am

Lauter Ehemalige: Generalsekretär Schmidt sowie die Präsidenten Zwanziger und Niersbach (von links nach rechts). Bild: Imago

„Respektlosigkeit und Hinterlist“: Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger bläst nach der Abweisung der Klage wegen Steuerhinterziehung zum Gegenangriff. Haben Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder voreingenommen ermittelt?

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          Während im Skandal um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland weiterhin ungeklärt ist, wofür die dubiosen 6,7 Millionen Euro gezahlt wurden und welche Rolle Franz Beckenbauer wirklich gespielt hat, kommen Fragen zur Arbeitsweise sowie Glaubwürdigkeit der Ermittlungsbehörden auf. Der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, erhebt schwere Vorwürfe. Er ist einer der Beschuldigten im Steuerverfahren. „Ich hätte der Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft Frankfurt ein solches Maß an Respektlosigkeit und Hinterlist bei ihren Ermittlungen nie zugetraut. Man braucht eine funktionierende Dienstaufsicht, damit sich solche Vorfälle nicht verstetigen und die Glaubwürdigkeit für sachgerechte Ermittlungen im Rechtsstaat nicht verloren geht“, sagte Zwanziger der F.A.Z. Es geht hierbei auch um eine möglicherweise unwahre Aktennotiz der Steuerfahndung.

          Die Staatsanwälte haben zuletzt schon eine Breitseite abbekommen. Das Landgericht Frankfurt hatte ihre Klage gegen drei ehemalige DFB-Spitzenfunktionäre wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung abgewiesen und gegen die Eröffnung eines Hauptverfahrens entschieden. Die Staatsanwaltschaft hat dagegen Beschwerde eingelegt. Derzeit prüft das Oberlandesgericht. Zwanzigers Anwalt Hans-Jörg Metz sieht im Verfahren eine „Voreingenommenheit“ der Ermittler. Kritik an deren Vorgehen haben auch die anderen Beschuldigten, der frühere DFB-Chef Wolfgang Niersbach und der ehemalige DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt, geäußert.

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