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Fifa hilft im Frauenfußball : Spielraum für Mütter

Professionell Fußball spielen und Mutter sein soll sich nicht ausschließen. Bild: dpa

Die Fifa kann auch fortschrittlich: Frauen sollen eine Familie gründen und professionell Fußball spielen können. Nun wird Mutterschutz im Regelwerk festgeschrieben.

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          Vor zwei Wochen stellte die Fußballspielergewerkschaft Fifpro eine Studie vor, in der die Auswirkungen der Pandemie auf den Frauenfußball skizziert wurden. Neben den oft existenzbedrohenden Einbußen wurden einige Positivbeispiele für den Umgang mit den Corona-Umständen benannt.

          So gab es Lob für die Spielervertreterinnen in der nordamerikanischen Frauenliga, die für ihr Corona-Turnier vereinbart hatten, dass Spielerinnen ihre Kinder Virus-geschützt in der Turnierblase unterbringen können. In dieser Woche nun kündigte der Internationale Fußballverband Fifa an, den Mutterschutz im Regelwerk festzuschreiben: 14 Wochen bei mindestens zwei Dritteln Gehalt, Gültigkeit weltweit, ab 1. Januar 2021. Wesentliche Teile des Regelwerks basieren auf Standards der ILO, der Internationalen Arbeitsorganisation.

          Fifpro-Zahlen von 2017 zufolge beendeten fast die Hälfte aller Spielerinnen ihre Karriere vorzeitig, um Kinder zu bekommen. „Wir wollen, dass Frauen professionelle Fußballerinnen sein, aber gleichzeitig auch eine Familie haben können“, sagte Sarai Bareman, die Frauenfußball-Beauftragte der Fifa diese Woche. Die Regeln sind ein Anfang. Spielerinnen werden vermutlich in vielen Fällen darum kämpfen müssen, ihr Recht durchsetzen zu können. Aber es ist dieser Einsatz von Spielerinnen in aller Welt, der die Veränderung erst auf den Weg gebracht hat.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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