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„Forbes“-Liste : Mayweather die Nummer eins, keine Frau unter den Top 100

  • Aktualisiert am

Hat gut Lachen: Boxer und Promoter Floyd Mayweather machte im vergangenen Jahr gut Kasse. Bild: AP

Finanzielle Gleichberechtigung von Männern und Frauen? Im Profisport gibt es sie nicht. Das zeigt die neue „Forbes“-Liste – unter den 100 bestbezahltesten Sportlern findet sich keine Frau.

          1 Min.

          Zum vierten Mal in sieben Jahren ist der ehemalige Boxweltmeister Floyd Mayweather Jr. der bestbezahlteste Sportler der Welt. Das zeigt die Liste des renommierten Wirtschaftsmagazins Forbes aus Amerika.

          Hauptgrund für den Spitzenplatz des 41 Jahre alten Amerikaners ist sein Kampf gegen den irischen Mixed-Martial-Arts-Star Connor McGregor gewesen, aus dem er den Großteil seiner in den vergangenen zwölf Monaten verdienten 275 Millionen Dollar bezog. Selbst der unterlegene McGregor verdiente noch 99 Millionen Dollar. In der Jahreswertung reicht das für Platz vier. Keine Verwunderung also, das dies der teuerste Boxkampf der Geschichte war.

          Insgesamt hat Mayweather in seiner Sportkarriere seine Einnahmen damit auf über eine Milliarde Dollar erhöht. Nur der ehemalige Basketballer Michael Jordan und Golfer Tiger Woods haben ebenfalls zehnstellige Gewinne erzielt. Hinter Mayweather folgen die Fußballer Lionel Messi vom FC Barcelona (111 Millionen Dollar) und Cristiano Ronaldo von Champions-League-Sieger Real Madrid (108), der in den vergangenen beiden Jahren auf Platz eins stand. In Neymar, der 90 Millionen Dollar verdiente, befindet sich ein weiterer Fußballer unter den besten fünf.

          Keine Frau unter den besten 100

          Sportlerinnen tauchen dagegen gar nicht in der Liste auf. Im vergangenen Jahr hatte es immerhin noch Tennisspielerin Serena Williams unter die besten einhundert geschafft. Im aktuellen Ranking aber kommt sie nicht mehr vor. Grund dafür ist eine Babypause. Williams brachte eine Tochter zur Welt und fehlte deshalb auf der vergangenen Tennistour. Bei den French Open feierte die 36 Jahre alte Amerikanerin ihr Grand-Slam-Comeback.

          Im Jahr 2016 hatte Williams laut „Forbes“-Liste noch 27 Millionen Dollar verdient. Hinter ihr folgte in Marija Scharapowa (21,9 Millionen Dollar) ebenfalls eine Tennisspielerin.

          Als einziger deutscher Sportler in der aktuellen Liste steht der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit 42,3 Millionen Dollar auf Rang 18 hinter seinem britischen Rivalen Lewis Hamilton (51), der auf Platz 12 steht. Abgehängt hat der Heppenheimer damit auch Spaniens Tennisstar Rafael Nadal (20. mit 41,4) und den 2017 nach der WM in London zurückgetretenen Leichtathletik-Superstar Usain Bolt aus Jamaika (45. mit 31,0).

          In der Forbes-Liste werden das Gehalt, Preisgelder und Zusatzzahlen berücksichtigt. Die Höhe von Werbeeinnahmen, Antrittsgeldern oder Lizenzeinnahmen  werden dabei laut „Forbes“ von Brancheninsidern geschätzt.

          Die Top 10 plus weitere prominente Sportler

          1. Floyd Mayweather Jr. (USA/Boxen) 285 Millionen Dollar

          2. Lionel Messi (Argentinien/Fußball/FC Barcelona) 111

          3. Cristiano Ronaldo (Portugal/Fußball/Real Madrid) 108

          4. Connor McGregor (Irland/Mixed Martial Arts) 99

          5. Neymar (Brasilien/Fußball/Paris Saint-Germain) 90

          6. LeBron James (USA/Basketball/Cleveland Cavaliers) 85,5

          7. Roger Federer (Schweiz/Tennis) 77,2

          8. Stephen Curry (USA/Basketball/Golden State Warriors) 76,9

          9. Matt Ryan (USA/Football/Atlanta Falcons) 67,3

          10. Matthew Stafford (USA/Football/Detroit Lions) 59,5

          ...

          12. Lewis Hamilton (Großbritannien/Formel 1) 51,0

          ...

          16. Tiger Woods (USA/Golf) 43,3

          ...

          18. Sebastian Vettel (Heppenheim/Formel 1/Ferrari) 42,3

          ...

          20. Rafael Nadal (Spanien/Tennis) 41,4

          ...

          45. Usain Bolt (Jamaika/Leichtathletik) 31,0

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