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Fifa : Wahlkampf im Zwielicht

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Wer ist mächtiger? Noch hat Josef Blatter die Spielführerbinde, Michael Platini will aber künftig vorneweg laufen Bild: AP

Es geht um die Spielführerbinde bei der Fifa: Präsident Josef Blatter und sein Widersacher und Uefa-Chef Michel Platini ringen in Asien um ihre Macht. Dort regiert künftig ein Blatter-Gefolgsmann.

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          Es war natürlich knallhartes Kalkül, dass sich Joseph Blatter und Michel Platini während der vergangenen Tage in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur beim Wahlkongress der asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) aufhielten. Beide Fußball-Herrscher tragen gerade untereinander einen Kleinkrieg aus und suchen dabei permanent nach Verbündeten.

          Dem einen, Blatter, geht es um Machterhalt und die Ambition, möglicherweise 2015 doch noch mal mit fast achtzig Jahren als Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) bestätigt zu werden. Die Entlastung im ISL-Schmiergeldskandal kam ihm da natürlich recht. Der andere, Platini, sondiert als europäischer Fußballpräsident (Uefa) die Lage, ob er die höchste Position im Weltfußball anstreben sollte.

          So gesehen, war der Donnerstag wieder ein guter Tag für den umstrittenen Blatter. In Scheich Salman Bin Ibrahim Al Khalifa, einem Cousin des Herrschers von Bahrein, wurde sein Mann zum neuen AFC-Präsidenten ernannt. Er erhielt 33 der 46 Stimmen der asiatischen Fußballverbände und setzte sich gegen Yousuf Al Serkal aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und den zwielichtigen Thailänder Worawi Makudi (Mitglied des Fifa-Vorstands), gegen den Untreuevorwürfe im Raum stehen, durch.

          Intrigen und Schlammschlacht

          Vor der Wahl war es zu einer Schlammschlacht zwischen den Kandidaten gekommen. Zwei gaben frühzeitig auf, die anderen bezichtigten sich gegenseitig der Korruption. Scheich Salman ist der Nachfolger Mohamed Bin Hammams aus Qatar, der vor zwei Jahren versucht hatte, Blatter zu stürzen, und danach von der Fifa wegen Bestechlichkeit lebenslang aus dem Verkehr gezogen wurde.

          Die Unterstützer von Scheich Salman witterten zwischenzeitlich eine Intrige des ausgeschlossenen Bin Hammam, der hinter den Kulissen mit seinen ehemaligen Weggefährten Al Serkal und Makudi angeblich an einem Komplott schmiedete. Salmans wichtigster Helfer ist der mächtige kuweitische Scheich Ahmad Al Fahad Al Sabah, Präsident der Vereinigung aller Nationalen Olympischen Komitees und der Nationalen Olympischen Komitees in Asien - eine aufstrebende Kraft im Weltsport. Die Verflechtungen sind kompliziert: Al Sabah soll wiederum Platini näher stehen als Blatter.

          Scheich Salman stach auch den qatarischen Fußballfunktionär Hassan Al Thawadi um den Einzug in den Fifa-Vorstand aus, womit die Qatarer nun definitiv keine eigene Stimme mehr im höchsten Fußballgremium besitzen. Abzuwarten bleibt, wie der neue AFC-Chef und die Fifa in Zukunft mit Vorwürfen umgehen, die Menschenrechtsorganisationen gegen den Bahreiner erhoben hatten. Scheich Salman soll an Folterungen von Sportlern aus der schiitischen Oppositionsbewegung beteiligt gewesen sein. Er streitet dies ab.

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