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Fifa : Fragwürdiger Aufklärer

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Geeignet? Musa Bilitiy (Mitte) Bild: EPA

Für die Wahl des Fifa-Präsidenten war Musa Bility nicht integer genug. Der Liberianer wurde abgewiesen wegen Verwicklung in Korruptionsfälle. Das hindert die Fifa nicht, ihn mit der Aufklärung eines Manipulationsskandals zu beauftragen.

          Der in seiner Reputation schwer angeschlagene Internationale Fußball-Verband (Fifa) hat ausgerechnet einen Funktionär mit zweifelhaftem Ruf an die Spitze einer Arbeitsgruppe zur Aufklärung eines möglichen Manipulationsskandals berufen. Es geht um den Verbandspräsidenten von Liberia, Musa Bility, ebenfalls Mitglied in der Führung der afrikanischen Konföderation. Dieser soll federführend mit einer Task-Force die Machenschaften in Sierra Leone aufklären und für Ruhe sorgen, nachdem sich Vorwürfe zu verschobenen Spielen der dortigen Nationalmannschaft schon länger halten. Zusätzlich obliegt es dem Liberianer, eine Neuwahl im Verband von Sierra Leone zu organisieren.

          Doch es stellt sich die Frage, ob Bility der richtige Funktionär für diese Aufgabe ist. Die Fifa-Ethikkommission und der Fifa-Wahlausschuss in ihren früheren Besetzungen hatten den Afrikaner im November 2015 nach einer Prüfung aufgrund fehlender Integrität als Kandidaten für die Präsidentenwahl abgewiesen. Bility wurde in seiner Heimat schon wegen Steuerhinterziehung verurteilt und in anderen Korruptionsfällen angeklagt. Auch die Vereinten Nationen stellten Untersuchungen gegen ihn an. Andere Fußballfunktionäre in Liberia werfen ihm derzeit vor, dass er sich aus Geldern, die dem Verband zustehen, bedient haben soll. Unter Fußballfans in Liberia trägt Bility den Spitznamen „Mister Corruption“. Die Fifa wollte auf Anfrage keine Stellung zu der Angelegenheit beziehen. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte im Mai auf fragwürdige Weise die unabhängigen Kontrolleure in den zuständigen Organen ausgetauscht.

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