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Fehlgeleiteter Schwimmer : Trumps Kumpel

Vom Kurs abgekommen: Schwimm-Olympiasieger Keller hatte Frau und Obdach verloren. Bild: Reuters

Nach der Karriere vom Kurs abgekommen, gab Olympiasieger Klete Keller nun ein erschreckendes Comeback: Beim Sturm aufs Kapitol stach er aus dem Mob heraus. Donald Trump hatte ihn mobilisiert.

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          Ja, üble Geschichte, der Sturm aufs Kapitol. Bei gewaltsamer Parlamentsbesetzung steigen selbst die Freunde vom Golfplatz aus. Donald Trump hat sein Aufstand die PGA Championship gekostet, die kommendes Jahr auf seinem Platz in Bedminster, New Jersey ausgetragen werden sollte. Der alte Football-Kumpel Bill Belichick von den New England Patriots (!), wertvoller Wahlkämpfer 2016, sagte Trump auch ab, als der ihm die Freiheitsmedaille umhängen wollte.

          Klete Keller aber, Schwimm-Olympiasieger von Athen 2004 und Peking 2008, gab das erschreckendste Comeback eines Sportlers im Bewusstsein der amerikanischen Öffentlichkeit seit langer Zeit: Er führte als radikalisierter Umstürzler im Kapitol den Beweis, dass olympische Ringe im Parlament noch viel problematischer wirken können als politische Symbole bei einer olympischen Siegerehrung. Kellers Jacke mit den Ringen, Teil des amerikanischen Olympia-Outfits, stach im Mob heraus. Am Mittwoch folgte die Anklage.

          Keller war nach dem Ende der Karriere zwischen den Leinen vom Kurs abgekommen, hatte Frau und Obdach verloren. Seine Schwester, ebenfalls Schwimmerin, half ihm, wieder auf die Beine zu kommen. „Ich bedauere es, mich so aufs Schwimmen konzentriert zu haben“, hatte Keller 2014 gesagt. „Letztlich ist es nur ein Sport. Es gibt im Leben so viele Dinge, die viel wichtiger sind.“ Auch er wurde von Trump mobilisiert.

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