https://www.faz.net/-gtl-9k1ci

Verdacht auf Finanzvergehen : Europaweite Ermittlungen im Fußball

Fußball steht im Fokus von Ermittlungen (Symbolbild): Wohin diese führen, ist bislang jedoch noch nicht abzusehen. Bild: dpa

Basierend auf der als „Football Leaks“ bekannt gewordenen Dokumentensammlung koordiniert die französische Steuerfahndung ihre Ermittlungen nun mit etlichen weiteren Behörden. Dabei geht es um etwas bestimmtes.

          1 Min.

          Die französische Steuerfahndung koordiniert ihre Ermittlungen wegen des Verdachts verschiedener Finanzvergehen von Fußballvereinen, Spielern und Beratern mit etlichen weiteren Ermittlungsbehörden in Europa. Das gab Jean-Yves Lourgouilloux, Finanzstaatsanwalt beim Parquet National Financier (PNF), am Dienstag bei einer Pressekonferenz am Sitz der europäischen Koordinierungsstelle für Justizbehörden in Den Haag bekannt.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Der PNF liegen demnach rund zwölf Millionen Dokumente vor, die der Portugiese Rio Pinto den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt hat. Pinto ist der Mann hinter der als „Football Leaks“ bekannten Dokumentensammlung und wurde im Januar in Budapest festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Gegen ihn ist in Portugal ein Strafverfahren anhängig, in dem ihm vorgeworfen wird, sich die Dokumente illegal beschafft und einen Erpressungsversuch unternommen zu haben. Portugal verlangt die Auslieferung Pintos, dieser bestreitet die Vorwürfe.

          „Dazu hat Frankreich keine Meinung“, sagte Lourgouilloux. „Das sind zwei unterschiedliche Verfahren. Wir wollen vollen Gebrauch von den Dokumenten machen, unser Interesse ist es, Zugang zu den Dokumenten in der bestmöglichen Form zu bekommen.“ Er wies darauf hin, dass die Dokumente als Beweismittel zulässig seien, selbst wenn Pinto sie sich illegal verschafft habe. Dieser habe bislang rund zwanzig Prozent der ihm zur Verfügung stehenden Daten übergeben. Frankreich kooperiere mit den portugiesischen Behörden bezüglich möglicher Vergehen in der Fußballbranche. Das Strafverfahren gegen Pinto sei nicht Gegenstand der Koordinierungsrunde in Den Haag gewesen.

          Weitere Themen

          „Dieses Match war verrückt“

          Australian-Open-Viertelfinale : „Dieses Match war verrückt“

          Tennisprofi Iga Swiatek hat weiter die Chance auf das zweite Grand-Slam-Finale ihrer Karriere. Die Polin steht nach dem hart umkämpften Sieg gegen Kaia Kanepi im Halbfinale der Australian Open. Dort trifft sie auf die Amerikanerin Danielle Collins.

          Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests Video-Seite öffnen

          Olympische-Spiele in China : Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests

          Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele versucht China die Ausbreitung von Corona-Fällen mit strikten Maßnahmen zu verhindern. 72 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit den Spielen wurden bereits bestätigt. Die breite chinesische Öffentlichkeit wurden vom Kauf der Tickets ausgeschlossen.

          Topmeldungen

          Viele Menschen fühlen sich isoliert und einsam. Die Pandemie schränkt das Leben zu stark ein.

          Allensbach-Umfrage zu Corona : Das Gefühl, in einer Endlosschleife festzuhängen

          Eine Mehrheit in Deutschland meint, Corona habe die Gesellschaft zum Schlechteren verändert. Lediglich jeder Vierte geht davon aus, dass sich 2022 das Leben wieder normalisiert. Der Anteil derjenigen, die bereit wären, gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, wächst.
          Die Automobilindustrie zählt zu den wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft.

          Wohlstandsmessung : Der Traum vom grünen BIP

          Wachstum ist nicht alles, sagt der neue Wirtschaftsminister. Auch andere Länder versuchen, den Wohlstand breiter zu messen. Doch das ist leichter gesagt als getan.