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Explosive Lage : Energiekrise als „Spaltpilz“ für die Sportvereine

  • -Aktualisiert am

Die hessischen Sportvereine ächzen unter den hohen Energiepreisen. Besonders Klubs mit eigenen Anlagen befürchten das Aus. Bild: electriceye - stock.adobe.com

Die Kosten für Gas und Strom schießen in die Höhe. Der Sport befürchtet einen Teufelskreis und sieht die Politik gefordert, finanziell zu helfen. Doch es herrscht „lautes Schweigen.“

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          Michael Gießelbach geht es nicht gut in diesen Tagen, wie er sagt. Gießelbach ist erster Vorsitzender der SG Weiterstadt, mit etwa 2500 Mitgliedern der größte Sportverein der Stadt. Dem Winter blickt er sorgenvoll entgegen: „Tag für Tag bin ich damit konfrontiert, nicht zu wissen, wie es weitergeht“, sagt er. Grund sind die zuletzt enorm gestiegenen Energiepreise, die auch die Sportvereine hart treffen. Bei der SG Weiterstadt werden sich die Kosten für Gas und Strom zu Beginn des kommenden Jahres mindestens verdreifachen. Statt wie früher knapp 95.000 Euro zahlt der Verein dann ungefähr 300.000 Euro. Und Gießelbach geht von einem weiteren Anstieg aus.

          Thomas Klemm
          Sportredakteur.

          Andere Vereine kalkulieren mit einer ähnlichen Kostenexplosion. Zum Beispiel die Tennisklubs des Rhein-Main-Gebiets, die ihren Spiel- und Trainingsbetrieb in diesen Tagen nach drinnen in die Halle verlegen. Als die Vereine vor Wochen zunächst ihre Abonnenten für die Winterhallen anschrieben, mussten sie schlechte Nachrichten verkünden: Die Platzmiete je Stunde wird teurer.

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