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Energiekrise trifft den Sport : Gehen im Winter die Lichter aus?

Welche Folgen hat die Energiekrise? „Eine Anpassung des Rahmenspielplans ist kein Thema.“ Bild: EyeEm/Getty Images

In den Vereinen geht die Angst vor den Stromrechnungen um. Bleiben die Becken kalt, lernen Kinder nicht schwimmen. Die Politik hat für den Sport nichts übrig. Und den Profifußball kümmert das wenig.

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          „Solidarität“, sagt Holger Dahlke und macht eine kurze Pause, „Solidarität allein wird uns in diesem Herbst und Winter nicht helfen.“ Seine Stimme könnte angriffslustig klingen in diesem Moment, aber so klingt sie nicht. Dahlke spricht eher nachdenklich über das, was ihn seit Wochen beschäftigt: Energie. Dahlke ist Vorstandsmitglied des MTV Köln 1850, dem mit 5300 Mitgliedern größten Breitensportverein der Stadt, und er hat keine Ahnung, was da genau auf ihn und den Verein zukommen wird.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nur eines weiß er: „Es wird heftig.“ 36.000 Euro musste der MTV Köln 1850 im Jahr 2019 für Strom und Gas bezahlen, für das laufende Jahr rechnet Dahlke mit 75.000, 2023 sogar mit rund 100.000 Euro. „Natürlich können wir Energie einsparen“, sagt er: „Aber die Mehrkosten können wir dadurch nicht auffangen. Keine Chance.“

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