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Eiskunstlauf : Vorbehalte gegen Steuer

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Dreifache Kombination: Trainer Ingo Steuer (r) mit Aljona Savchenko und deren neuem Partner Bruno Massot (l) aus Frankreich Bild: dpa

Ingo Steuer wird nicht als Bundestrainer der Eiskunstläufer angestellt. Im Innenministerium sind die Vorbehalte gegen den ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aber noch sehr groß.

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          Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) strebt eine Trainertätigkeit von Ingo Steuer auf Honorarbasis an. Der 48 Jahre alte Paarlauf-Coach aus Chemnitz soll keine Stelle als Bundestrainer bekommen. „Wir gehen mit einem Drei-Säulen-Modell in die Gespräche mit dem Bundesinnenministerium (BMI) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Sportler von Steuer sollten in der Bundeswehr aufgenommen werden dürfen, die Trainerleistung sollte auf Honorarbasis bezahlt werden, und zudem sollten die Reisekosten von Steuer bezahlt werden“, sagte DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz am Mittwoch.

          Die Vorgespräche machten keine Hoffnung auf eine Festanstellung von Steuer. Zwar hatte die Unabhängige Stasi-Kommission des DOSB am Montag befürwortet, Steuer in Deutschland wieder als Eiskunstlauftrainer arbeiten zu lassen. Im BMI sind die Vorbehalte gegen den ehemaligen Stasi-Mitarbeiter aber noch sehr groß.

          Steuer hatte mit Aljona Savchenko und Robin Szolkowy zwei olympische Bronzemedaillen und fünf Weltmeistertitel gewonnen. Savchenko will nun mit dem Franzosen Bruno Massot für Deutschland starten, muss aber eine mindestens einjährige Sperre in Kauf nehmen.

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