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Am Rande der Eishockey-WM : Riga bleibt hart im Flaggenstreit

Wenn die bunten Fahnen wehen: Lettland solidarisiert sich durch die weiß-rot-weiße Flagge eindeutig mit der Opposition in Belarus Bild: AP

IIHF-Präsident Fasel kritisiert den Austausch der Flagge von Belarus. Rigas Bürgermeister Stakis verteidigt die Aktion. Deutsche Radfahrer verzichten auf die EM-Teilnahme in Minsk.

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          Im Streit um die Flagge, mit der Riga als Gastgeberstadt der Eishockey-WM Belarus begrüßt, hat sich Bürgermeister Martinš Stakis dem Internationalen Eishockey-Verband IIHF und dessen Präsidenten René Fasel widersetzt. Stakis teilte mit, Riga werde für Belarus weiterhin die weiß-rot-weiße Flagge aufziehen, mit der sich die Opposition identifiziert. Fasel hatte schriftlich verlangt, Riga möge die offizielle, rot-grüne Flagge von Diktator Alexandr Lukaschenko aufziehen oder anderenfalls die IIHF-Flagge abhängen.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Der liberale Politiker Stakis schrieb auf Twitter: „Wir müssen uns entscheiden – ein Volk, das nach Freiheit drängt, oder ein Diktator. Wir fahren fort, indem wir die IIHF-Flagge abhängen.“ Fasel, der Lukaschenko die Rolle als Ko-Gastgeber der WM erst Ende Januar nach massivem Protest von IIHF-Sponsoren und belarussischer Opposition entzogen hatte, hatte an Stakis geschrieben, die IIHF sei ihren Statuten gemäß eine apolitische Organisation, man wolle sich nicht mit den Aussagen des Stadtoberhaupts assoziiert sehen.

          Unterdessen teilte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mit, nach der Entführung der Ryanair-Maschine und der Festnahme des belarussischen Journalisten Roman Protassewitsch am Sonntag verzichte der Verband darauf, deutsche Radsportler zur EM in Minsk (23. bis 27. Juni) zu entsenden. Man habe die Europäische Radsport-Union (UEC) gedrängt, eine „Alternativlösung“ zu finden. Die UEC sehe „die Angelegenheit ebenfalls sehr kritisch“ und berate am Donnerstag.

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