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Eishockey-WM in Belarus : „Genügen 450 Folter-Fälle nicht?“

  • -Aktualisiert am

Will sich von seiner starken Seite zeigen: der belarussische Machthaber Lukaschenka in voller Eishockey-Montur neben Russlands Präsidenten Putin Bild: Picture-Alliance

Trotz des brutalen Regimes von Diktator Lukaschenka will der Präsident des Eishockey-Weltverbandes, René Fasel, an der WM in Belarus festhalten. In einem offenen Brief wendet sich der belarussische Schriftsteller Sasha Filipenko an den Schweizer.

          4 Min.

          Der Autor Sasha Filipenko ist Belarusse, 1984 in Minsk geboren. Er lebt derzeit in St. Petersburg. Im März erscheint bei Diogenes sein zweiter Roman auf Deutsch („Der ehemalige Sohn“). Er handelt von einem jungen Mann, der bei den Minsker Protesten 2010 verletzt wird, ins Koma fällt, 2020 wieder aufwacht und feststellt, dass sich nichts geändert hat.

          Sehr geehrter Herr Fasel,

          in den vergangenen Tagen habe ich mit großer Verwunderung verfolgt, mit welcher Hartnäckigkeit Sie die Eishockey-Weltmeisterschaft in meinem Heimatland veranstalten wollen. Allem Anschein nach wollen Sie das so unbedingt, dass Sie gar nicht hören, dass die Mehrheit der belarussischen Bevölkerung dagegen ist!

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