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Klare Meinung : „E-Sport ist wie Stricken“

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„E-Sport ist so wenig Sport wie Stricken und Blockflöte spielen“: Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth Bild: dpa

Beim Neujahresempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes gab es abermals Kritik am sogenannten E-Gaming. Der DOSB-Präsident sprach sich außerdem für eine Para-Schwimm-WM in Deutschland aus.

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          Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich auf seinem Neujahrsempfang im Frankfurter Römer am Montag abermals gegen die Einstufung des sogenannten E-Gamings als Sport ausgesprochen. „E-Sport existiert nicht. Und es wird auch nicht ins olympische Programm aufgenommen“, sagte Alfons Hörmann, Präsident der Dachorganisation des deutschen Sports. Es handele sich vielmehr um E-Gaming. Damit bekräftigte Hörmann die Entscheidung, die der Verband auf seiner Mitgliederversammlung im Dezember getroffen hatte, und wandte sich gegen die Digitalisierungs-Beauftragte der Bundesregierung, Dorothee Bär (CSU), die im Oktober sagte, E-Sport sei Sport.

          Zuvor hatte ihm bereits der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) für die Positionierung in dieser aus seiner Sicht sportpolitisch so wichtigen Frage gedankt. „E-Sport ist so wenig Sport wie Stricken und Blockflöte spielen“, sagte Beuth. Der Sport vermittle, anders als Konsolenspiele, Werte wie Fair Play und die Achtung vor den Menschen. „Wir dürfen es der E-Gaming-Industrie nicht erlauben, diese Sportwerte zu vereinnahmen.“ Vor dem Hintergrund, dass Sport viel für den Zusammenhalt der Gesellschaft leiste und deshalb auch von der Politik subventioniert werde, sagte Beuth: „Die Vorstellung, dass die E-Gaming-Industrie um Fördermittel buhlt, halte ich für absurd.“

          DOSB-Präsident Hörmann sprach sich darüber hinaus dafür aus, kurzfristig die Para-Schwimm-WM in Deutschland auszurichten und damit ein werteorientiertes Zeichen zu senden: „Wäre es nicht mal ein klares Signal, das man gemeinsam setzen könnte: Sportdeutschland heißt die Weltsportfamilie des Schwimmens im paralympischen Sport willkommen, und wir richten diese WM aus.“ Das Internationale Paralympische Komitee hatte Malaysia am Sonntag die Weltmeisterschaft entzogen, weil das Land keine Garantien für die Sicherheit israelischer Sportler abgeben wollte. Hörmann verwies auf Deutschlands besondere Verantwortung gegenüber Israel. Die Schwimm-WM hätte eigentlich vom 29. Juli bis 4. August in Kuching ausgetragen werden sollen.

          Mit Blick auf die Wahl zum neuen Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sagte Alfons Hörmann: „Es kann nur jemand sein, der in diesem Laden endlich mal sauber aufräumt. Wir werden uns dazu weiterhin klar und messerscharf positionieren.“ Die Wahl wird im November im polnischen Katowice abgehalten. Bestimmt wird dann ein Nachfolger des aufgrund des russischen Doping-Skandals umstrittenen Briten Craig Reedie. Dieser war vom Sport vorgeschlagen worden, der nächste Präsident soll aus der Politik kommen. Im Gespräch ist die norwegische Politikerin Linda Helleland von der konservativen Mitte-rechts-Partei Høyre. Die Einundvierzigjährige gilt als scharfe Kritikerin der Russland-Politik der Wada und will die Agentur mit Sitz in Kanada reformieren. Helleland war im vergangenen September eines von zwei Mitgliedern der Wada-Exekutive, das sich gegen die Wiederaufnahme der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada aussprach.

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