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DOSB in Alarmstimmung : „Wir machen uns um jede Sportart Sorgen“

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„Jeder hat auf seine Art und Weise Probleme“: Der DOSB sorgt sich um alle Sportarten. Bild: AP

Der Sport in seiner ganzen Breite ist belastet durch die Corona-Krise. Für DOSB-Chef Alfred Hörmann wird die Krise tiefe Spuren hinterlassen. Es gibt aber zumindest erste finanzielle Hilfszusagen.

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          DOSB-Chef Alfons Hörmann sieht den gesamten deutschen Sport angesichts der Corona-Pandemie in der Krise. „Das mag jetzt hart klingen, aber es gibt aktuell keine Sportart, um die wir uns nicht sorgen. Jeder hat auf seine Art und Weise Probleme“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem Interview des Magazins „Sponsors“ (Mittwoch).

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          „Einige Sportarten standen am Ende der Saison, andere am Anfang. Insgesamt kann man aber zum jetzigen Zeitpunkt nur schlecht segmentieren, welche Sportarten besonders stark und welche nur bedingt von der Krise betroffen sind“, meinte Hörmann und betonte: „Corona hinterlässt überall tiefe und nachhaltige Spuren.“

          Sportdeutschland sei momentan ein Ebenbild des gesamten Landes. Alle Einschränkungen, die es aktuell gebe, „sorgen dafür, dass Sportdeutschland aktuell quasi bewegungslos auf den Tag wartet, an dem wieder Aktivitäten möglich sind“, meinte der DOSB-Chef.

          Olympiaausgaben stehen bereit

          Es sei „sehr erfreulich, dass es unzählige Rettungsschirme gibt, über die national diskutiert wird“, meinte Hörmann. Die Politik habe sich auf Bundesebene „sehr konstruktiv“ gezeigt, würdigte der 59 Jahre alte Politiker und Unternehmer.

          DOSB-Präsident Hörmann: „Erfreulich, dass es unzählige Rettungsschirme gibt“
          DOSB-Präsident Hörmann: „Erfreulich, dass es unzählige Rettungsschirme gibt“ : Bild: dpa

          „Beispielsweise steht die Zusage, dass die Mittel, die für die Olympia-Entsendung nach Tokio in diesem Jahr nötig gewesen wären oder sonstige für den Leistungssport reservierte Töpfe, die nun nicht ausgegeben werden können, für andere Notmaßnahmen umgewidmet werden“, sagte Hörmann. „Nicht zuletzt gibt es auch klare Signale aus der Sportpolitik und der Haushaltspolitik, dass, wenn sich die Krise so weiterentwickelt, das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.“

          Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will notleidende Sportvereine während der Coronavirus-Pandemie mit bis zu zehn Millionen Euro unterstützen. Existenzbedrohte Sportclubs in NRW können vom 15. April an über das Förderportal des Landessportbundes Mittel beantragen. Die Höchstsumme pro Verein ist dabei zunächst auf 50 000 Euro beschränkt. Das teilte die für den Sport zuständige Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Zusätzliche drei Millionen Euro stehen für die Arbeit der Übungsleiter in den Vereinen bereit.

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