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Integrität und Transparenz : DOSB richtet unabhängige Ombudsstelle ein

Der DOSB von Präsident Alfons Hörmann hat jetzt eine unabhängige Ombudsstelle. Bild: dpa

Um den Ansprüchen an Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit genügen zu können, richtet der Deutsche Olympische Sportbund eine externe Ombudsstelle ein.

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          Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat eine externe Ombudsstelle eingerichtet, um den Ansprüchen an seine Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit genügen zu können. Das bestätigte der DOSB am Dienstag auf Anfrage. Ombudsmann ist demnach der Bielefelder Rechtsanwalt Carsten Thiel von Herff (Mail: vertrauensanwalt@thielvonherff.de) Als unabhängiger Vertrauensanwalt unterliegt er keinen Anweisungen des Verbandes.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Von Herff wird ihm angezeigten Hinweisen zu einem Fehlverhalten von hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeitern „im Rahmen ihrer Tätigkeit für den DOSB“ nachgehen. Das könnten zum Beispiel Informationen über sexuelle Belästigungen, Verstöße gegen das Anti-Doping-Gesetz, gegen den Datenschutz oder korruptes Verhalten sein. „Verschwiegenheitspflicht, das anwaltliche Zeugnisverweigerungsrecht sowie ergänzende vertragliche Regelungen“, schreibt der DOSB in einer Mitteilung, schützen die „Identität des Hinweisgebers“.

          Namen würden nicht preisgegeben und die Informationen nur mit ausdrücklicher Zustimmung an den DOSB weitergeleitet. Rechtsanwalt von Helff kann auch während der Olympischen Spiele in Rio im Sommer angesprochen werden, insofern ein Verdacht gegen Mitglieder des Olympiateams besteht. Hinweise auf Mobbing, Stalking oder sexualisierte Gewalt nimmt auch die Bielefelder Vertrauensanwältin Kristina Brinker entgegen (Mail: brinker@kanzlei-brinker.de). Die Hilfe der Ombudsstelle ist kostenfrei.

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