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Oberallgäu : DOSB-Präsident Hörmann scheitert bei Landratswahl

  • Aktualisiert am

DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist doch nicht zum Landrat im Oberallgäu gewählt worden. Bild: dpa

Seit 2013 ist Alfons Hörmann Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Nun wollte er auch Landrat im Oberallgäu werden. Das mögliche Doppelmandat stieß auf Kritik. Nun verlor Hörmann die Wahl.

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          Der favorisierte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ist doch nicht zum Landrat im Oberallgäu gewählt worden. Der 59-Jährige von der CSU scheiterte am Sonntag in einer Stichwahl mit 48,15 Prozent der Stimmen an Indra Baier-Müller von den Freien Wählern (51,85). Bei der bayerischen Kommunalwahl hatten Hörmann (44,3) und Baier-Müller (23,3) die meisten Stimmen der acht Kandidaten erhalten.

          Hörmann hatte angekündigt, dass er im Falle seiner Wahl seinen Job als Vorstandsvorsitzender eines Bauteileherstellers aufgeben werde. In der deutschen Sportpolitik stieß das mögliche Doppelmandat vorher auch auf Kritik. „Es ist völlig klar, dass ein DOSB-Präsident parteipolitisch neutral agieren muss“, hatte Andre Hahn, sportpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, erklärt.

          Hahn sah noch weitere Konfliktpunkte. Ein DOSB-Präsident müsse im Zweifel auch im Interesse des Sports die Bundesregierung kritisieren oder bestimmte Forderungen stellen. „Ob das dann stattfindet gegenüber einem CSU-Innenminister und einem CSU-Staatssekretär? Das darf bezweifelt werden. Und da genau liegt dann auch ein Problem, mit dem der Sport umgehen muss“, meinte der Politiker der Linken.

          Hörmann erklärte mehrfach dazu, dass er keinen Interessenkonflikt sehe. Auch zeitliche Probleme befürchtete der Allgäuer, der seit 2013 DOSB-Präsident ist, nicht. Schon immer sei er in seinem Leben neben seinem Beruf auch ehrenamtlich tätig gewesen, hatte er dem SID erklärt.

          „Das schafft neue zeitliche Freiräume, und ich werde mich in der nächsten Zeit somit verstärkt um mein nationales Ehrenamt kümmern, da die Corona-Krise schon jetzt deutliche Spuren in Sportdeutschland hinterlässt“, sagte Hörmann nun nach der Stichwahl. Der Sportfunktionär war als Kandidat der Christsozialen aufgestellt worden, nachdem CSU-Landrat Anton Klotz altersbedingt nicht mehr angetreten war.

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