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„Zurück an die Spitze!“ : Wie Deutschland wieder mehr Medaillen gewinnen soll

  • -Aktualisiert am

Gold für Deutschland: Ringerin Aline Rotter-Focken in Tokio Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

DOSB-Chef Torsten Burmester sieht die Spitzensportreform in einer „Sackgasse“. Er fordert die Einrichtung einer „Bundesagentur für Leistungssport“ und ein neues Sportfördergesetz. Ein Gastbeitrag.

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          Es ist der 9. August 1992. Ludger Beerbaum gewinnt auf seinem Pferd „Classic Touch“ Gold im Springreiten. Für die erstmals wiedervereint antretende deutsche Olympiamannschaft ist es die letzte von 33 Goldmedaillen, die sie in Barcelona gewinnt. Fast auf den Tag genau 29 Jahre später, am 7. August 2021, ist es dann der Kajak-Vierer der Männer, der in Tokio das finale Gold für Team D holt – die zehnte Goldmedaille. Damit liegt die Goldausbeute knapp 30 Jahre später nicht mal mehr bei einem Drittel im Vergleich zum damaligen Erfolg. Und das, obwohl die Sportfördergelder des Bundes in den vergangenen Jahren konstant gestiegen sind – auf mittlerweile rund 370 Millionen Euro jährlich.

          Deutschland ist eine große Sportnation. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung im ganzen Land, wenn große Wettkämpfe anstehen. Insofern ist auch die spürbare Unzufriedenheit mit dem Abschneiden der deutschen Olympioniken in den vergangenen Jahren nicht überraschend – in Öffentlichkeit und Politik, aber auch bei Sportlerinnen und Sportlern und Verbänden selbst.

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