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Wegen Dopings : Winokurow suspendiert Team

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Alexander Winokurow: Doping? Schlimme Sache Bild: dpa

Der Olympiasieger und heutige Teammanager suspendiert nach den Doping-Fällen bei Astana kurzerhand das ganze Team - aber nur die B-Mannschaft. Die erstklassigen Radler dürfen weiter fahren.

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          Nicht, dass Alexander Winokurow stur wäre oder unflexibel. Der Mann weiß sich zu helfen, auch in sehr schwierigen Situationen. Der Kasache, der den Italiener Vincenzo Nibali im vergangenen Sommer zum Sieg bei der Tour de France geführt hat, lieferte gerade ein prächtiges Beispiel für seine Handlungsfähigkeit. Winokurow suspendierte kurzerhand das Team Astana - zumindest jenes, das auf Continental-Ebene gestartet war. Er reagierte damit auf die jüngsten Doping-Fälle in seinem Rennstall; es waren insgesamt fünf, drei davon betrafen Nachwuchsfahrer. Deswegen stellte Winokurow die Zeichen auf Stopp für die Continental-Gruppe. Das erstklassige Team der Kasachen um die Galionsfigur Nibali besteht weiterhin.

          Allerdings könnte wegen der grundsätzlichen Doping-Problematik in Sachen Astana demnächst der Internationale Radsport-Verband (UCI) einschreiten. Angeblich prüft UCI derzeit, ob dem Profiteam der Kasachen aus ethischen Gründen die WorldTour-Lizenz für 2015 verweigert werden könnte.

          Zuletzt war Artur Fedossejew vorübergehend wegen eines positiven Doping-Tests gesperrt worden. Ihm war im August bei der Tour de l’Ain in Frankreich die Einnahme anaboler Steroide nachgewiesen worden. Schlimme Sache, findet Winokurow, der nach seinem Olympiasieg 2012 ins Management des Teams Astana wechselte.

          Doping? Verurteilt der einstige Doping-Sünder inzwischen ganz scharf. Und natürlich: Mit den aktuellen Ereignissen hat er rein gar nichts zu tun - halt mal wieder Einzelfälle. „Die jungen Fahrer sind verrückt, sie haben noch immer nicht kapiert, dass es im Radsport keinen Platz für Doping gibt“, sagte Winokurow der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“. „Ich möchte, dass das ein Signal ist, eine Explosion im Ohr unserer Föderation. Wie wir schon oft gefordert haben, muss sie mehr Kontrollen machen und strenger vorgehen. Dabei hat sie unsere volle Unterstützung.“

          Wie es heißt, stehe der kasachische Verband mittlerweile unter neuer Leitung. Der bisherige Präsident Kairat Kelimbetow sei zurückgetreten und durch Darkan Mangeldiew ersetzt worden. Der Neue gilt als enger Freund von Winokurow. Da könnten sich wieder mal die Richtigen gefunden haben.

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