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Olympiasieger Christian Schenk : „Ich hielt mich für den Attentäter Amri“

DDR-Zehnkämpfer Christian Schenk beim Hochsprung in Seoul 1988 Bild: Picture-Alliance

Christian Schenk wurde 1988 in Seoul Olympiasieger im Zehnkampf. Heute lebt er auf Rügen. Er spricht über seine Depressionen, eine bipolare Störung und Doping in der DDR.

          8 Min.

          Die Verlagsankündigung Ihrer Biographie macht keine Umstände: „Ein Mann im Wahn“ sind deren erste Worte. Im ersten Satz ist von Ihrer bipolaren Störung die Rede, und es geht weiter mit Depression und Verfolgungswahn. Ist es Ihnen schwergefallen, für „Riss – mein Leben zwischen Hymne und Hölle“ einen so tiefen Blick in die Abgründe Ihrer Psyche zu erlauben?

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Ich habe diese Probleme seit 2009. Es gibt neben den Tiefen auch Höhen, die manischen Phasen, in denen du die Welt umarmen möchtest, weil die Tiefen hinter dir liegen. Die Depressionen waren so tief gewesen, dass ich sogar daran gedacht hatte, meinem Leben ein Ende zu setzen. Um so dankbarer war ich, dass ich rausgekommen war. Aus diesen Auf und Abs ergab sich der Gedanke, dass auch andere unter dieser Krankheit leiden, dass aber vor allem es mir guttun würde, darüber zu sprechen.

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