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Wada-Symposium : Russland, bitte melden!

  • -Aktualisiert am

Forderungen gegenüber Russland: Wada-Chef Craig Reedie Bild: AP

Die Wada will Russland wieder „aus der Kälte“ holen. Aber die Annäheurng geht nur langsam voran. Ein Wada-Vorschlag zur gemeinsamen Inspektion des Moskauer Labors „stößt auf taube Ohren“.

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          Sir Craig Reedie, der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), hat am Mittwoch in einer Rede in Lausanne die festgefahrenen Positionen zwischen seiner Organisation und den russischen Behörden beklagt. Beim alljährlichen Wada-Symposium erklärte er, dass bereits vier Briefe an das russische Untersuchungskomitee, das sich im Land mit den Vorwürfen des Staats-Dopings befasst, unbeantwortet geblieben seien. Darin schlage die Wada eine gemeinsame Inspektion des Doping-Labors in Moskau vor.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Dieses Labor stand im Zentrum des staatlich unterstützen Doping-Manipulationsprogramms in Russland. Der Zugang zum Labor und zu dort gelagerten Proben ist eine der Bedingungen der Wada, bevor sie Russlands Anti-Doping-Agentur Rusada ihre Akkreditierung wieder erteilen will. Die zweite noch nicht erfüllte Bedingung ist die Anerkennung der Inhalte des McLaren-Berichts, in dem ein mit Hilfe des russischen Sportministeriums und des Geheimdienstes organisiertes Doping-Vertuschungsprogramm belegt wird.

          „Wir wollen Russland aus der Kälte wieder hereinholen“, sagte der Schotte, der auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist. „Es ist aber bedauerlich, dass die russischen Behörden so lange brauchen, um das möglich zu machen.“ Die Wada habe während der Winterspiele in Pyeongchang mit führenden russischen Funktionären gesprochen, um eine gemeinsame Labor-Inspektion zu erreichen. „Das ist aber anscheinend auf taube Ohren gestoßen.“

          Trotz eines „erheblichen Arbeitsaufwandes“ der Wada, um die russischen Behörden zur Anerkennung des McLaren-Berichts zu bewegen, gebe es nur langsame Fortschritte. „Die großen Verlierer sind die russischen Athleten. So lange Russland keine anerkannte Nationale Anti-Doping-Agentur hat, wird der Rest der Welt nicht glauben, dass eine Veränderung stattgefunden hat. Es ist Zeit, dass sich diese Lage ändert, im Interesse der sauberen Athleten, in Russland und anderswo.“ Im Moment werde jeder russische Sieg in Frage gestellt.

          Die Rusada ist seit November 2015, als die ersten Beweise über organisiertes Doping bekannt wurden, suspendiert. Obwohl sie mit ausländischer Hilfe bereits ein neues Doping-Testsystem aufgebaut hat, kann sie nicht selbständig arbeiten. Das Moskauer Labor darf lediglich biologische Athletenpässe erstellen. Alle Doping-Tests werden im Ausland analysiert.

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