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Doping-Ermittlungen : Wada erhält 2062 Proben aus Moskau

Schon lange angefordert: Die Wada erhält Doping-Proben aus Russland (Symbolbild). Bild: Reuters

Lange haben die Doping-Ermittler auf die angeforderten Proben aus einem russischen Labor warten müssen. Doch nun ist es soweit. Die Welt-Anti-Doping-Agentur verfolgt dabei ein bestimmtes Ziel.

          Die Welt-An­ti-Do­ping-Agen­tur (Wa­da) hat die Do­ping-Pro­ben er­hal­ten, die sie schon seit längerem aus dem Ana­ly­se-La­bor in Mos­kau an­ge­for­dert hat­te.* Diese 2262 Proben stehen im Zusammenhang mit der umfangreichen Datei, die eine Delegation der Wada im Januar in Moskau hatte herunterladen können und deren Authentifizierung laut Wada demnächst abgeschlossen wird. Mit den entsprechenden Doping-Proben können nun die vom Ermittlerteam der Wada identifizierten Fälle verifiziert werden.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          „Diese Proben werden benutzt, um die Verfahren gegen diejenigen zu untermauern, die betrogen haben, und können diejenigen entlasten, die kein Doping-Vergehen begangen haben“, wird der Deutsche Günter Younger, Chefermittler der Wada, in einer Mitteilung zitiert. Die Datei und die Proben stehen im Zusammenhang mit dem 2016 aufgedeckten russischen Staatsdoping.

          Die Proben wurden in A- und B-Proben aufgeteilt. Sie sollen nun in einem von der Wada akkreditierten Labor außerhalb Russlands analysiert werden. Ziel der Wada-Ermittler ist es, die Weltverbände der betroffenen Sportarten mit „Beweis-Paketen“ zu versorgen, mit deren Hilfe sie die betreffenden Doping-Fälle verhandeln können. „In Fällen, in denen die Weltverbände sich dafür entscheiden, nicht aktiv zu werden, wird die Wada die Fakten noch einmal prüfen, sie mit dem betreffenden Weltverband besprechen und behält sich das Recht vor, sie vor den Internationalen Sportgerichtshof zu bringen“, heißt es in der Erklärung. Russ­land hat­te der Wa­da den Zu­tritt zum Mos­kau­er La­bor bis En­de 2018 ganz ver­wehrt.

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