https://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/doping/wada-chefermittler-guenter-younger-ueber-doping-in-russland-16000879.html

Wada-Chefermittler Younger : Hunderte vertuschte Doping-Fälle in Moskau

„Ich bin Ermittler, nicht Politiker“: Günter Younger. Bild: dpa

Günter Younger ist der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur. Im Interview spricht er über die Probleme in Russland, den Wert der Daten aus dem Labor und die Überforderung der Sportverbände.

          7 Min.

          Sie haben endlich die Daten aus dem Anti-Doping-Labor in Moskau holen dürfen. Warum waren Sie, der Chefermittler der Wada, nicht dabei?

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Ich habe das hier aus Montreal geleitet. Meine Anwesenheit war nicht notwendig. Dies war unser dritter Besuch. Beim ersten haben wir dargelegt, was wir eigentlich wollen. Beim zweiten kamen diese Schwierigkeiten mit dem Equipment, das nicht benutzt werden konnte.

          War das nicht, kurz vor Ablauf der Frist Ende Dezember, der Beweis dafür, dass die russische Seite die Daten gar nicht herausgeben wollte?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Kriminelle Familie? Beim Arbeitsessen von Präsident Putin und seinem amerikanischen Amtskollegen George W. Bush macht der vorbestrafte Geschäftsmann Jewgeni Prigoschin (rechts stehend), Gründer der Wagner-Privatarmee und einer Internet-Trollfabrik, die Honneurs.

          Putins Kriegsmotive : Ein Krimineller im Politiker-Kostüm

          Was ist, wenn etwas ganz anderes dahintersteckt? Ein französisches Magazin will den wahren Hintergründen für Putins Ukrainekrieg auf die Spur gekommen sein.

          Gründe für deutsches WM-Aus : Müller von der Rolle

          Seinem Vertrauten schenkte Bundestrainer Hansi Flick immer einen Platz – fand aber nie den richtigen. Thomas Müller konnte der deutschen Nationalmannschaft nichts mehr geben.
          Klimaaktivisten der Umweltschutzbewegung „Letzte Generation“ blockieren am 21. November 2022 auf der Prinzregentenstraße in München den Verkehr.

          Pläne der „Letzten Generation“ : „Der Widerstand wird stärker werden“

          Die Innenminister überlegen, ob es sich bei der „Letzten Generation“ um eine „kriminelle Vereinigung“ handelt – die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ wollen die Adern der Gesellschaft „an allen Ecken und Enden“ unterbrechen.