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Doping : Wada-Chef Pound stellt sein Amt zur Verfügung

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Richard Pound: „Doping ist wie Alkoholismus” Bild: REUTERS

Richard Pound wird zum Ende des Jahres als Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur zurücktreten. Der Rechtsanwalt war ein früher Verfechter eines rigorosen Kontroll- und Strafensystems.

          Wenige Tage vor der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) am 22. und 23. September in Montreal hat ihr Präsident Richard Pound angekündigt, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Der Rechtsanwalt, einst IOC-Vizepräsident und ein früher Verfechter eines rigorosen Kontroll- und Strafensystems, bestätigte seine Entscheidung gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CBC. Der 65-Jährige hatte neun Jahre lang die 1999 gegründete Schaltstelle im Kampf gegen Doping geleitet und will sich Anfang des kommenden Jahres anderen Aufgaben widmen.

          „Doping ist wie Alkoholismus“, sagte er. „Solange die Leute, die damit zu tun haben, nicht begreifen, dass sie mit einem Problem zu tun haben, ist eine Heilung unmöglich.“ Der ehemalige Schwimmer war 1978 ins Internationale Olympische Komitee gewählt worden und hatte sich dort um Fernsehrechte und Vermarktungsmöglichkeiten gekümmert. In seiner Rolle als Doping-Fahnder scheute Pound keine Kontroverse. So führte er jahrelang ein Fernduell mit dem amerikanischen Radrennfahrer Lance Armstrong, das dem Kanadier im Nachbarland nur wenig Sympathien einbrachte.

          Pounds größtes Vermächtnis besteht im Welt-Anti-Doping-Code, der 2004 verabschiedet wurde und der die Bestimmungen und Vorgehensweisen, die bis dahin von einzelnen Verbänden und Ländern unterschiedlich gehandhabt wurden, international vereinheitlicht.

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