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Triathlon : Leder weist Dopingverdacht zurück

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Lothar Leder im Zwielicht Bild: dpa

Lothar Leder hat Dopingvorwürfe gegen ihn zurückgewiesen und Rückendeckung von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) erhalten. „Es liegt keine positive Probe vor“, behauptet DTU-Vizepräsident Martin Bentele. Die Ermittlungen gehen weiter.

          Lothar Leder hat Dopingvorwürfe gegen ihn energisch zurückgewiesen und Rückendeckung von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) erhalten. „Es liegt keine positive Probe vor“, sagte DTU-Vizepräsident Martin Bentele am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Leder hatte bereits am Samstag mit einem Dementi auf Manipulationsvorwürfe der Veranstalter des Frankfurter Ironman reagiert.

          Unter der Überschrift „In eigener Sache: Richtigstellung von schweren Vorwürfen gegen meine Person“ schrieb der 36-Jährige auf seiner Internetseite: „Ich habe vor meinem Start beim Ironman Frankfurt versichert, zu keinem Zeitpunkt in meiner sportlichen Karriere verbotene Substanzen zu mir genommen zu haben oder verbotene Methoden angewandt zu haben. Ich versichere dies hiermit nochmals.“

          Weitere Ermittlungen

          Am Freitagabend hatte Kurt Denk, Chef-Organisator des Ironman Germany in Frankfurt, mitgeteilt, dass eine zwei Tage vor dem Wettkampf bei 29 Athleten durchgeführte Blutuntersuchung einen auffälligen Befund bei dem Darmstädter Leder ergeben hatte (Auffälliger Blutwert bei Triathlet Leder). Dies lege den Verdacht einer Manipulation nahe. Die DTU kritisierte die Veröffentlichung des auffälligen Wertes als vorschnell. „Es ist schade, dass der Athlet auf diese Weise in ein falsches Licht gerückt wird und dadurch beschädigt ist“, sagte Bentele.

          Die DTU werde aber unverzüglich Ermittlungen aufnehmen. Durch die zuständige Anti-Doping-Kommission der DTU würden „beim betroffenen Athleten, beim Veranstalter und beim ausführenden Kontroll-Labor Informationen eingeholt und auf Sanktionsmöglichkeiten hin geprüft“. Laut Bentele gebe es viele offene Fragen. Die Koordination durch die Veranstalter bezeichnete er als „nicht so gut“.

          „Kein Dopingvergehen“

          „Die behaupteten Blutwerte beweisen kein Dopingvergehen und können, falls überhaupt zutreffend, in anderen - körperlichen - Sachverhalten ihre Erklärung finden“, erklärte Leder. „Ich fordere Herrn Denk auf, seine unzutreffenden Anschuldigungen zurückzunehmen. Ich stehe weiterhin für einen sauberen Triathlonsport.“ Leder hat den Anwalt Michael Lehner mit der Wahrung seiner Interessen betraut.

          Die Veranstalter verteidigten dagegen ihr Vorgehen. Die „Frankfurter Rundschau“ zitierte Ironman-Renndirektor Kai Walter mit den Worten: „Wir sind super enttäuscht, aber Lothar Leder hat den Verdacht in keiner Weise ausräumen können. Wir haben kein Interesse daran, einen prominenten Triathleten zu schlachten, waren nun aber gezwungen zu handeln.“

          Der fünfmalige Roth-Sieger Leder hatte beim Ironman in Frankfurt am 1. Juli den zehnten Platz belegt. Denk erfuhr am 16. Juli von dem Fall und konfrontierte Leder nach eigenen Worten umgehend damit. „Dem Sportler wurde Gelegenheit gegeben, den Sachverhalt aufzuklären. Der Verdacht wurde nicht entkräftet“, sagte Denk. Denk kündigte die geschäftliche Zusammenarbeit mit dem Sportler auf.

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