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Streit um Doping-Opfer : Misersky widerruft

Henner Misersky (Bild von 2015) Bild: Picture-Alliance

Ein Prozess als Beitrag zur Wahrheitsfindung? Der frühere Trainer Henner Misersky will nicht darauf verzichten, an der Rolle von Ines Geipel als Opfer in der DDR zu zweifeln.

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          Henner Misersky hat den Vergleich, zu dem ihm das Landgericht Berlin im Rechtsstreit mit der Schriftstellerin Ines Geipel geraten hat, zum Ablauf der Frist widerrufen. Das bestätigte das Gericht an diesem Donnerstag.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Misersky will demnach nicht darauf verzichten, die Rolle der ehemaligen Sprinterin und Vorsitzenden der Doping-Opfer-Hilfe e.V. (DOH) als Opfer des staatlichen Doping-Systems der DDR sowie als Opfer politischer Repression weiter öffentlich in Zweifel zu ziehen.

          Misersky ist für seine Weigerung, ihm anvertraute Athletinnen zu dopen, Mitglied der Hall of Fame der Stiftung Deutsche Sporthilfe geworden. Ende 2018 trieb er mit publizistischen Attacken auf die DOH, auf die staatliche Entschädigung von Doping-Opfern sowie auf Ines Geipel persönlich diese zum Rücktritt. In der „Tageszeitung“ sagt Misersky, von einem Prozess verspreche er sich einen Beitrag zur Wahrheitsfindung. Das Landgericht hat die Verkündung einer Entscheidung für den 12. März terminiert.

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