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Staatsanwalt Kai Gräber : Doping-Strafen für Hobbysportler?

Der Anti-Doping-Kampf wird juristisch immer ernster geführt: Auch der Freizeitsport könnte in Haftung genommen werden (Symbolbild). Bild: AP

Das Anti-Doping-Gesetz greift im Spitzensport. Kai Gräber von der Münchner Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft fordert im Interview, dass es auch im Freizeitsport seine Wirkung entfaltet.

          2 Min.

          Sie fordern, den Geltungsbereich des Anti-Doping-Gesetzes vom Profi- und Spitzensport auf den Breitensport auszuweiten. Warum?

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Neben Fairness und Chancengleichheit spielt die Gesundheit der Sportler im Anti-Doping-Gesetz eine Rolle. Durch die derzeitige Ungleichbehandlung ist die Gesundheit eines Freizeitsportlers weniger wert als die Gesundheit eines Leistungssportlers.

          Wollen Sie als Praktiker wirklich für Sauberkeit oder Nicht-Sauberkeit von, sagen wir: vierzigtausend Teilnehmern des Berlin-Marathons zuständig sein?

          Ich muss sie ja nicht prüfen. Ich bin nicht berufen einzuschreiten, nur weil ein Sportereignis stattfindet.

          Jeder weiß, dass unter ambitionierten Hobbyläufern das Potential der Manipulation ziemlich hoch ist.

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