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Ärger bei der Siegerehrung; Sun Yang (Mitte) und Duncan Scott (links)

Ärger bei Schwimm-WM : Schutz für den Doper

Sun Yang fällt nicht nur durch Siegerposen und arrogante Sprüche auf. Viel schwerer wiegt der Verdacht, der ihn umweht. Die Konkurrenz ist erbost. Und das Verhalten des Weltverbands macht das Problem des Schwimmens deutlich.

Schwimm-Star Adam Peaty : Ein Gladiator gegen Doping

Er liebt seinen Sport und ist ein Kämpfer: im Wasser und außerhalb. Dort kämpft Adam Peaty gegen die Missstände im Weltverband Fina. Und innerhalb schockt er bei der WM alle mit einem neuen Weltrekord.
Bodybuilder zeigen bei einem Wettkampf in Myanmar ihre Muskeln. (Archivbild)

Doping im Sport : „Das Ganze hat suchtähnliche Züge“

Doping gibt es nicht nur im Spitzensport. Mischa Kläber ist Sportsoziologe und spricht im F.A.Z.-Interview über Körperoptimierung im Fitness-Studio, Bodybuilder, die in Richtung Doping abdriften, und eine entgleiste Selbstwahrnehmung.

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  • Doping und seine Folgen: Meldonium wird inzwischen mit dem Hinweis „Scharapova Schub“ gehandelt.

    Jahresbericht der Wada : Russen führen Doping-Liste an

    Wer Doping bekämpft, läuft tendenziell hinterher. 2014, so zeigt der Wada-Bericht, sorgten Russen und Leichtathleten für die meisten Dopingfälle. Dabei kam der Meldonium-Schub erst 2015.
  • Sergej Litwinow setzt sich für den Start Russlands ein – aber nur unter bestimmten Bedingungen

    Hammerwerfer Sergej Litwinow : „Bei uns ist es wie in der DDR“

    Russlands Leichtathletik versinkt im Doping-Sumpf. Ob Athleten wie Sergej Litwinow bei Olympia starten dürfen, ist fraglich. Im Interview spricht der Hammerwerfer über seinen Selbstversuch mit Meldonium – und sieben Monate ohne Doping-Kontrolle.
  • 2000 wurde Nils Schumann über 800 Meter Olympiasieger in Sydney.

    Doping-Kommentar : Schumanns Wahrheit

    Olympiasieger Nils Schumann fordert, dass Top-Athleten zu Versuchskaninchen von Pharmakonzernen werden. Eine distanzierende Erklärung des deutschen Sports wäre gewiss hilfreich.
  • Hochgedopt und hochdekoriert: Einsicht wäre auch bei Russlands Gehern wie Sergey Kirdyapkin der erste Schritt zur Besserung

    Russland und seine Leichtathleten : Geht gar nicht!

    Die Teilnahme von Russlands derzeit suspendierten Leichtathleten an den Olympischen Spielen ist noch mehr als fraglich. Dennoch beruft der Verband vier hochdekorierte und -gedopte Geher in die Olympiamannschaft. Das ist blanker Zynismus.
  • Doping-Kontrollen laufen nicht immer so, wie der gesunde Menschenverstand es für richtig erachtet.

    Kommentar : Die Pointe der Doper

    Erst Leichtathletik und Russland. Dann Schwimmen und China. Gibt es jetzt endlich freie Fahrt für so viel Doping-Aufklärung wie möglich? Wohl kaum. Es ist zum Heulen.