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Russisches Doping-System : Das nächste Meisterstück des Betrugs?

Wer steckt dahinter? Der Sportgerichtshof prüft, wen er für die russische Doping-Vertuschung bestrafen muss. Bild: AP

Das internationale Sportschiedsgericht Cas entscheidet, ob die Sanktionen für Russlands Staats-Doping Bestand haben – oder ob das internationale Sportsystem vorgeführt wird.

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          Das nächste Kapitel der schier endlosen Saga des russischen Staats-Dopings wird mal wieder in Lausanne geschrieben, beim Internationalen Sportschiedsgericht Cas. Von diesem Montag an, bis Donnerstag, so ist es geplant, werden drei Schiedsrichter darüber verhandeln, ob die Sanktion der Welt-Anti-Doping Agentur (Wada) aus dem vergangenen Dezember Bestand hat. Ob russische Sportler vier Jahre lang nur als neutrale Athleten bei „Großereignissen“, Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften an den Start gehen dürfen – und nur, sofern sie belegen können, dass sie nicht Teil des staatlich gelenkten Doping-Programms waren.

          Geklagt gegen die Sanktion, die am 9. Dezember 2019 von der Exekutive der Wada verhängt worden war, hat die russische Anti-Doping- Agentur Rusada. Deren jüngst wieder einmal erneuerte Führung hat sich im Vorfeld der Verhandlung auf diversen Kanälen über die ihrer Ansicht nach schreiende Ungerechtigkeit ausgelassen, die dem russischen Sport durch die Wada widerfahre. „Wir hoffen wirklich auf Gerechtigkeit“, sagte Michail Buchanow, der derzeitige Generaldirektor der Rusada, dem Portal „Inside the games“. „Wir können gar nichts für Dinge, die in der Vergangenheit liegen. Bis jetzt haben wir nie die Doping-Regeln gebrochen, und mehr kann ich nicht sagen.“

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