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Folgen des Doping-Programms : Nicht nur Russlands Ruf ist ruiniert

Der Ruf des russischen Sports ist, wohl auf lange Zeit, ruiniert. Bild: EPA

Ganz gleich, wer sich im Doping-Skandal zu welcher Strafe durchringt: Die russischen Betrüger werden ihren toxischen Ruf nicht loswerden. Und die Rückgratlosigkeit des IOC ist offenkundig. Seine Reputation ist genauso ruiniert.

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          Reisen bildet, Zeitreisen zumal. Mittelamerika, Ciudad de Guatemala, Anfang Juli 2007. Die Russen haben eine Eisbahn in die Tropen gesetzt, Wladimir Putin wirbt vor dem Internationalen Olympischen Komitee für Winterspiele in Sotschi. „Er ist unser Mannschaftskapitän“, sagen die Bewerber. Das IOC vergibt Olympia an Putin.

          Ab ans Schwarze Meer. 7. Februar 2014, Putin eröffnet Olympia an seinem Urlaubsort und wünscht, Sport und Politik nicht zu vermischen. Am 23. Februar ordnet er die Annexion der Krim an. Am 23. Februar enden auch die Spiele, den 50-Kilometer-Langlauf gewinnen drei Russen, sie werden im Rahmen der Schlussfeier geehrt, Blumen und Medaillen gibt es von IOC-Präsident Thomas Bach, von der Tribüne winkt Putin. Vorher hatten sie gemeinsam Sekt getrunken, tags darauf noch mal. Zwei Wochen später ist die Krim besetzt. Bach besucht Putin in Sotschi zur Eröffnung der Paralympics.

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