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Lächerliches vom Doping-Sünder : Armstrong hat nichts gelernt

„Ich wusste, dass nicht nur mit Fäusten gekämpft wird“: Lance Armstrong Bild: Reuters

Lance Armstrong hat ein Interview gegeben. Darin erklärt er, dass er „alles nochmal genau so machen“ würde. Unerträglich an den Äußerungen des Radsport-Dopers ist und bleibt aber etwas anderes.

          Lance Armstrong ist wieder da, und er hat sich geändert. Kleiner Scherz. Hat er selbstverständlich nicht. Sondern würde „alles nochmal genau so machen“, wie er in dem Interview erzählt, das „NBC Sports“ kommenden Mittwoch ausstrahlen wird. „Armstrong: Würde alles nochmal genau so machen“ ist eine prima Headline, das sorgt für Empörung, das wird geklickt und gelesen.

          Aber das ist tatsächlich nicht der unerträgliche Teil dessen, was NBC vorab spoilert, wie das heutzutage heißt. Unerträglich an Armstrongs Äußerungen ist und bleibt die Art und Weise, in der er sich zu einem von vielen macht. „Ich wusste, dass nicht nur mit Fäusten gekämpft wird, ich wusste, dass die anderen Messer haben. Und irgendwann kamen Jungs mit Knarren. Ich hätte nach Hause, nach Plano, Texas, gehen können, aber ich bin in den Waffenladen gegangen.“

          Lance Armstrong wollte für Waffengleichheit sorgen und war dann – die Hoffnung, dass es bitte schön immer noch alle merken mögen, scheint hell und klar durch jeden Satz – der beste „gunslinger in town“? Lächerlich. Er giert immer noch nach Anerkennung. Wenn schon Analogie, dann so: Lance Armstrong war der Boss der Gang, sein Wort war Gesetz, wer nicht spurte, wurde plattgemacht.

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