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„Operation Aderlass“ : Der übliche Verdächtige

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Walter Mayer: Schon 2002 in Doping-Skandal verwickelt, 2019 mal wieder verhaftet. Bild: AFP

Der bereits in mehrere Doping-Skandale verwickelte frühere Langlauf-Trainer Walter Mayer ist nun im Rahmen der Ermittlungen zur Blutdoping-Affäre bei der Ski-WM 2019 festgenommen worden.

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          Der ehemalige österreichische Langlauf-Trainer Walter Mayer ist im Rahmen der Ermittlungen zum Doping-Skandal bei der Nordischen Ski-WM 2019 festgenommen worden. Wie die österreichische Tageszeitung „Kurier“ am Dienstag berichtete, steht Mayer im Verdacht, in die Blutdoping-Affäre verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck bestätigte der Nachrichtenagentur APA die Festnahme. Mayer wurde demnach vernommen und befindet sich wieder auf freiem Fuß. Der heute 62-Jährige war bereits bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 und in Turin 2006 in Doping-Skandale um die österreichischen Langläufer verwickelt.

          Bei den Winterspielen 2002 in Amerika waren im Quartier der Österreicher Spritzen und Blutbeutel gefunden worden, Mayer wurde danach bis einschließlich 2010 von Olympia ausgeschlossen. Trotz seiner Sperre tauchte der frühere Langläufer in Turin im Teamquartier der Österreicher auf, dort wurden bei einer Razzia verdächtige Geräte und Blutbeutel gefunden. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) entließ Mayer. Drei Jahre später wurde er wegen des Verdachts auf Handel mit Doping-Mitteln verhaftet und 2011 zu 15 Monaten Haft verurteilt.

          Während der Nordischen Ski-WM 2019 in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Ende Februar Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher eines vermuteten internationalen Netzwerkes und sitzt in München in Untersuchungshaft. Die österreichische Anti-Doping Rechtskommission sprach zuletzt bereits langjährige Strafen für mehrere Sportler aus, die mit Unterstützung dieses Netzwerks Blutdoping betrieben haben sollen. Als Kronzeuge fungierte der frühere österreichische Langläufer Johannes Dürr, der sich damit selbst belastete und mittlerweile als Wiederholungstäter lebenslang gesperrt wurde.

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