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Neun Dopingfälle : Aserbaidschan muss zahlen

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Alte DDR-Schule: Oral-Turinabol, 1968 in Jena entwickelt, 2014 noch in China nachgekocht und in Aserbaidschan eingesetzt Bild: Haus der Geschichte der BRD

Gleich neun Gewichtheber aus Aserbaidschan werden des Dopings überführt. Die Sportler werden gesperrt, gegen die Hintermänner wird ermittelt, und der Verband muss zahlen.

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          Der Internationale Gewichtheber-Verband (IWF) hat gegen Aserbaidschan einer Geldstrafe in Höhe von 500.000 Dollar verhängt. Grund sind neun Dopingfälle von aserbaidschanischen Gewichthebern im vergangenen Jahr. Alle Athleten waren der Einnahme von Oral-Turinabol, dem bekannten Anabolikum der DDR, von Jenapharm entwickelt und ab 1968 im Leistungssport auch bei Kindern eingesetzt, überführt worden.

          Das Mittel entwickelt bei einer Überdosierung lebensgefährliche Nebenwirkungen. Jenapharm hat die Herstellung 1994 eingestellt. Labore in China aber sollen das Mittel für den Schwarzmarkt produzieren. Die Athleten konnten überführt werden, weil unter anderem das Anti-Doping-Labor in Köln die Nachweiszeit von drei auf etwa vier, fünf Monate verlängern konnte.

          Sechs Monate Zeit, zu zahlen

          Auf Lebenszeit wurde Zulfugar Suleymanow gesperrt. Der EM-Dritte des vergangenen Jahres hatte gerade erst eine zweijährige Dopingsperre abgesessen. Die anderen acht Sünder sind jeweils für zwei Jahre gesperrt worden. Alle EM-Medaillen wurden den Athleten aberkannt.

          Die IWF prüft Sanktionen gegen Trainer, Betreuer und Ärzte. Die Aserbaidschaner haben jetzt sechs Monate Zeit, die Geldbuße zu bezahlen; anderenfalls will die IWF den Verband suspendieren. Solange die Strafe nicht bezahlt wird, dürfen Gewichtheber des Landes nicht an den Start gehen.

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