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Doping im Sport : Böse Lumpen und ödes Pumpen

  • -Aktualisiert am

Ein Vorbild für viele Männer: Cristiano Ronaldo und sein Körper. Bild: AP

Auch jenseits des Profi-Sports wächst die Nachfrage nach Doping-Mitteln. Ist es wirklich nötig, wie Ronaldo auszusehen, um ein glückliches Leben zu führen? Sport ist super. Aber wer schluckt, hat die falschen Vorbilder.

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          So naiv sind wir nicht, dass wir glauben würden, nun wäre Schluss mit der Doperei. Bloß weil in 33 Ländern, auch hier in Deutschland, die Polizei zugeschlagen und Händlerringe und illegale Labore ausgehoben hat. Aber eines steht fest: Die Dealer haben jetzt Lieferprobleme, tonnenweise wurde ihre Ware eingezogen. Das ist ein starkes Stück. Applaus, speziell für Italiens und Griechenlands Polizei, die federführend waren unter dem Dach von Europol. Besonders imponierend ist es, dass die Behörden all dieser Länder so effektiv zusammengearbeitet haben. Wann erlebt man so etwas schon, gerade in ewig streitenden Europa?

          Sorgen macht uns dagegen, wie schnell jenseits des Profi-Sports die Nachfrage nach Doping-Mitteln wächst, so dass der Rauschgift-Markt einen neuen Geschäftsbereich aufgemacht hat. Wer hätte das gedacht? Womöglich hat die pumpende Kundschaft jetzt ihre liebe Not, die durch Entzugserscheinungen rotierende Psyche mit ekligen Drinks und chemisch schmeckenden Riegeln zu besänftigen. Irgendwas brauchen sie ja. Da bleiben sie eisern.

          Aber, liebe junge Männer, eigentlich beschäftigt uns etwas anderes noch mehr: Ist es denn wirklich nötig, dass ihr ausseht wie Cristiano Ronaldo, um ein glückliches Leben zu führen? Früher waren viel weniger Menschen so streng mit sich. Der Mehrzahl eurer Urgroßväter war die Optik sogar noch ziemlich egal, man war froh, wenn Teller und Glas voll waren. Die Großväter wollten zwar gerne schlank und sportlich sein, aber irgendwann nagte der Zahn der Zeit an ihnen und sie nahmen sich höchstens noch an Silvester vor, mal wieder laufen zu gehen. Die Väter begannen dann schon, sich das Brusthaar zu rasieren und kämpfen nun gegen den Alterungsprozess.

          Und ihr? Ihr braucht anscheinend unbedingt dicke Arme und einen Waschbrettbauch, um mithalten zu können, aber das kriegt halt nicht jeder von Natur aus. Und nun soll es also immer normaler werden, dass man eher Leberkrebs in Kauf nimmt, als ein Spargeltarzan zu bleiben? Tut es nicht, kann man da nur rufen. Sport ist super. Aber wer schluckt, hat die falschen Vorbilder.

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