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Mark S. und seine Athleten : Der Doping-Arzt und seine Liebe zum Sport

Dr. S.: „Mir war immer wichtig, dass den Sportlern kein gesundheitlicher Schaden zugefügt wird.“ Bild: EPA

„Doping ist an der Tagesordnung, wenn man erfolgreich sein will“, erklärt Dr. S. im Münchner Doping-Prozess. Ihm war die Gesundheit der Sportler „sehr wichtig“? Wehe dem Sportler, der an einen Arzt gerät, dem das Geld wichtiger ist.

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          Am fünften Verhandlungstag kam das Geständnis. Der bislang größte Strafprozess gegen ein deutsches Doping-Netzwerk, seitdem vor fünf Jahren das Anti-Doping-Gesetz in Kraft trat, tagte im Münchner Justizpalast, als Dr. med. Mark S. seine Anwälte am Dienstag eine umfassende Erklärung verlesen ließ. Ihr Inhalt bestätigt, was längst offensichtlich schien: Der Erfurter Arzt war seit Jahren Doping-Dienstleister, vor allem für Rad- und Wintersportler.

          Seit 2012, wie S. behauptet. Er bleibt bei seiner Darstellung, bei den wegen umfangreicher Doping-Praxis in Erinnerung gebliebenen Rennställen Gerolsteiner und Milram nicht in die Manipulationen eingebunden gewesen zu sein. Der Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl hatte das schon vor mehr als zehn Jahren anders dargestellt. Im vergangenen Jahr sperrte der Internationale Radsportverband Alessandro Petacchi wegen der Zusammenarbeit mit S. Der Italiener, der seine Karriere 2015 beendet hatte, war im Herbst der Karriere, ähnlich wie der Deutsche Danilo Hondo, Klient des Erfurters gewesen.

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