https://www.faz.net/-gu9-8mdch

Kritik an Radteam Sky : „Wer Asthma hat, hat im Leistungssport nichts zu suchen“

  • Aktualisiert am

Saubere Weste: Konkurrenten hegen Zweifel an Bradley Wiggins Bild: dpa

Zwei deutsche Radprofis kritisieren das Team Sky für die Verwendung medizinischer Ausnahmegenehmigungen. Marcel Kittel wird dabei besonders deutlich.

          Die beiden deutschen Topsprinter Marcel Kittel und André Greipel haben die häufige Verwendung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen im Radsport harsch kritisiert. „Wenn jemand schweres Asthma hat, dann hat er im Leistungssport nichts zu suchen“, sagte Kittel am Rande der Straßenrad-WM in Doha. Ähnlich sieht es Nationalmannschaftskollege Greipel: „Wenn man krank ist, fährt man keine Radrennen. Deswegen sind wir in der MPCC. Jetzt wissen wir auch, warum es Sky nicht war.“

          Nach dem Hacker-Angriff auf die Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur war bekanntgeworden, dass Olympia- und Tour-Sieger Bradley Wiggins vom britischen Rennstall Sky das auf der Doping-Liste stehende Mittel Triamcinolon jeweils vor seinen Tourstarts 2011 und 2012 sowie dem Giro 2013 gespritzt bekommen hatte. Wiggins hatte dafür vom Weltverband Ausnahmegenehmigungen – sogenannte TUEs – wegen Asthmas vorgelegt. MPCC ist die Vereinigung für einen „sauberen Radsport“, der viele Teams auf freiwilliger Basis beigetreten sind. Sie hat besonders strikte Richtlinien im Kampf gegen Manipulationen.

          Weitere Themen

          Nächster Etappensieg für Ewan

          Tour de France : Nächster Etappensieg für Ewan

          Der Sieg beim vorerst letzten Massensprint der diesjährigen Tour geht an den Australier Caleb Ewan. Für die deutschen Radprofis bleiben die Tageserfolge weiter aus. Schlimm getroffen hat es einen dänischen Mitfavoriten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.