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Leichtathlet Alex Schwazer : Wie ein schräger Dopingfall zum Krimi wurde

Der Italiener Alex Schwazer gewann bei Olympia 2008 in Peking Gold. Bild: picture-alliance/ dpa

Alex Schwazer wurde 2008 Olympiasieger. Danach löst er eine komplexe Kriminalgeschichte aus. Es geht um Rache, eine manipulierte Dopingprobe, Gefängnisstrafen – und den langen Kampf um seine Unschuld.

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          Der vermutlich schrägste Dopingfall der Sportgeschichte soll zu Ende sein. Kaum ein Athlet dürfte mit solcher Ausdauer und Hingabe um den Beweis seiner Unschuld gekämpft haben wie Alex Schwazer, Olympiasieger im 50-Kilometer-Gehen von Peking 2008.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Was auch immer wahr ist: Der Südtiroler löste eine komplexe Kriminalgeschichte aus. Er konnte das Landesgericht Bozen davon überzeugen, dass er in seinem zweiten Fall nicht Doper sei, sondern Opfer eines Komplotts. Nach dem ersten, als er 2012 im Anflug zu den Olympischen Spielen von London des EPO-Dopings überführt worden war, hatte er reinen Tisch gemacht. Zwei Mediziner wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, Schwazer kam mit Geld- und Bewährungsstrafe und einer so terminierten Sperre davon, dass er in Rio 2016 wieder hätte am Start sein dürfen.

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