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Kenia-Premiere : Vierzig Blutproben

Laufender Aufstieg: Marathon als Mittel zum Zweck Bild: FAZ.NET

Bislang waren Kontrollen unterblieben, weil Blutproben in Kenia nicht innerhalb von 36 Stunden in ein akkreditiertes Labor gebracht werden konnten. Nun hat offenbar eine neue Zeitrechnung begonnen.

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          Die Nachricht über 17 neue Fälle von Blut-Doping in der Leichtathletik hat nicht nur die Öffentlichkeit überrascht, sondern auch beim Weltverband (IAAF) für Aufregung gesorgt. Noch sei es zu früh, hieß es an dessen Sitz in Monte Carlo, um überhaupt von Fällen zu sprechen. Frühestens in drei, vier Wochen, möglicherweise erst in drei, vier Monaten wisse man, ob die untersuchten Blutwerte Indikatoren für Doping seien oder nicht. Noch müssten sich drei unabhängige Experten mit ihnen befassen.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Gegen den Eindruck, nichts sei passiert, spricht allerdings der Umstand, dass es der bei der IAAF für intelligentes Testen zuständige Thomas Capdevielle war, der in London von 17 neuen Fällen sprach. Er machte auch bekannt, dass die IAAF im Februar im kenianischen Hochland Bluttests von vierzig Läuferinnen und Läufern genommen habe.

          Bislang hatte gegolten, dass Blutproben nicht innerhalb der vorgeschriebenen 36 Stunden aus dieser Region in ein akkreditiertes Labor gebracht werden können. Deshalb waren Kontrollen unterblieben. Könnte sein, dass Capdevielle stolz ist auf die erste Mission Bluttest in Ostafrika, von der die Tester ihre Proben selbst ins Labor in der Schweiz brachten.

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