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Revision zurückgenommen : Urteil gegen Doping-Arzt Mark S. ist rechtskräftig

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Mark S. mit seinen Anwälten bei der Verhandlung vor dem Landgericht München im Januar 2021 Bild: Reuters

Der Verteidiger von Mark S. hatte nach der Verurteilung seines Mandanten angekündigt, Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Nun wird doch darauf verzichtet. Das Urteil ist rechtskräftig.

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          Das Urteil des Münchner Landgerichts gegen die Mitglieder des Erfurter Doping-Netzwerks um den Mediziner Dr. Mark S. ist rechtskräftig. Das Oberlandesgericht München teilte am Mittwoch mit, dass Mark S. und sein Vater, der Anwalt Ansgard S., ihre Revisionen gegen die Verurteilungen durch das Landgericht München II vom 15. Januar zurückgenommen haben.

          Dr. Mark S. war wegen jahrelangen Blut-Dopings an Sportlern und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Zudem wurde ihm ein Berufsverbot von drei Jahren auferlegt. Der Handwerker Dirk Q. war zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden, die Krankenschwester Diana S. zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung. Gegen Ansgard S. und den Notfallsanitäter Sven M. hatte das Gericht Geldstrafen ausgesprochen.

          Der Verteidiger von Mark S. hatte nach der Verurteilung seines Mandanten zunächst angekündigt, Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Oberstaatsanwalt Kai Gräber, der für die Münchner Ermittler das Verfahren führte, hatte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits am 25. Januar erklärt, dass es für die Staatsanwaltschaft keinen Grund gebe, in Revision zu gehen. Gräber hatte zudem gesagt, er halte es für „zwingend“, dass die Landesärztekammer Thüringen als Standesorganisation Maßnahmen gegen Dr. S. prüft.

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