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Manipulation bei Olympia : Bach will Strafe für Sotschi

Es war einmal in Sotschi: Thomas Bach (links) und Wladimir Putin 2014 bei Olympia. Bild: AP

Der IOC-Präsident fordert Konsequenzen auf dem großangelegten Betrug bei Olympia 2014. Den russischen Präsidenten Wladimir Putin nimmt Thomas Bach von Kritik unterdessen aus.

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          Die Ankündigung von Thomas Bach, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), den großangelegten Betrug der Gastgeber der Olympischen Winterspiele von Sotschi 2014 doch noch sanktionieren zu wollen, hat in Russland milde Reaktionen hervorgerufen. Einzelne Doper würden wohl bestraft werden, sagte Michail Degtarjow, der Vorsitzende des Sportausschusses im russischen Parlament, der Nachrichtenagentur Tass. Bach hatte im Interview mit der „New York Times“ erklärt, seine Organisation werde „so bald wie möglich“ und „hoffentlich bis Oktober“ über Strafen befinden. Der massenhafte Austausch von Doping-Proben russischer Athleten wird dann dreieinhalb Jahre zurückliegen.

          Der kanadische Ermittler Richard McLaren hat im vergangenen Jahr seine Untersuchungsergebnisse präsentiert und darin, wie schon IOC-Mitglied Richard Pound im vorhergehenden Bericht der von ihm angeführten Ermittlungsgruppe vom Herbst 2015, darauf hingewiesen, dass weder IOC noch Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) auf Alarmsignale vor den Spielen von Sotschi reagiert hatten. Bach wartet noch die Ergebnisse zweier IOC-Kommissionen ab, bevor das IOC über Strafen befinden will.

          Den russischen Präsidenten Wladimir Putin nahm er unterdessen von seiner Kritik an russischen Politikern und Funktionären („versuchen alles zu ignorieren“) aus. „Der russische Präsident sagt: Wir hatten dieses Problem, wir müssen es zugeben“, sagte Bach. Putin selbst hatte bei der Bewertung von Reformvorschlägen für den russischen Sport vor knapp vier Wochen Whistleblower mit Denunzianten der Stalin-Zeit verglichen. Ein Whistleblowing-System werde er nur akzeptieren, falls die Wada darauf bestehe. Der russische Doping-Skandal war durch die Aussagen der Leichtathletin Julija Stepanowa Ende 2014 in der ARD ins Rollen gekommen. An den Sommerspielen von Rio im vergangenen Jahr nahm eine russische Mannschaft teil.

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