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Untersuchungskommission : Gab es in Freiburg ein Doping-Zentrum?

Akten von „doping-historisch einzigartiger Bedeutung“ entdeckt: Kriminologin Letizia Paoli Bild: dpa

Die Untersuchungskommission zur Doping-Vergangenheit an der Uni Freiburg entdeckt Akten von „doping-historisch einzigartiger Bedeutung“. Nach F.A.Z.-Informationen könnten sie als Belege für ein Doping-Zentrum in Westdeutschland taugen.

          Die unabhängige Untersuchungskommission zur Doping-Vergangenheit an der Universität Freiburg hat Akten von „doping-historisch einzigartiger Bedeutung“ entdeckt. Das teilte die Leiterin des Gremiums, die Kriminologin Letizia Paoli, am Donnerstag mit. Demnach handelt es sich um Dokumente im Umfang von 60 Aktenordnern aus zwei Ministerien und der Staatsanwaltschaft Freiburg.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung könnten sie als Belege für ein Doping-Zentrum in Westdeutschland taugen, das bundesdeutsche Sportler systematisch mit im Sport verbotenen Mitteln versorgte. Im vergangenen Jahr hatte die F.A.Z. einen Trainingsplan des früheren Freiburger Olympiaarztes Armin Klümper für Nationalkader des Bundes Deutscher Radfahrer veröffentlicht. Er umfasste auch die systematische Vergabe von Doping-Mitteln.

          Weil die Auswertung der „teils brisanten Unterlagen“ viel Zeit in Anspruch nehme, lehnt die Kommission einen verbindlichen Termin für den Abschlussbericht des Gremiums ab. Zuletzt war ein heftiger Streit zwischen dem Gremium und der Uni-Leitung über das Ende der Aufklärungsarbeit ausgebrochen. Am 24. Februar soll ein Schlichtungsgespräch im Stuttgarter Wissenschaftsministerium unter Leitung von Ministerin Theresia Bauer (Grüne) stattfinden.

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