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Kritik von Wissenschaftlern : Geipel verteidigt Arbeit des Doping-Opfer-Hilfevereins

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Verteidigung gegen Kritiker: Ines Geipel wehrt sich. Bild: dpa

Nach der Kritik am Doping-Opferhilfe-Gesetz wehrt sich Ines Geipel: Die Vorsitzendes Doping-Opfer-Hilfevereins kritisierte das Vorgehen der vier Wissenschaftler um den Molekularbiologen Werner Franke.

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          Die Vorsitzende Ines Geipel hat die Arbeit des Doping-Opfer-Hilfevereins (DOH) und das Dopingopferhilfegesetz gegen Kritik verteidigt. „Wir haben als DOH enormen Zulauf, die Schicksale sind sehr schwer. Wir leisten diese Arbeit seit Jahren im Ehrenamt. Dass nun so vehement versucht wird, unseren langen Kampf in Misskredit zu bringen, hat in meinen Augen etwas sehr Vordergründiges“, teilte Geipel in einer Stellungnahme mit.

          Am Donnerstag war bekannt geworden, dass vier Doping-Experten in einem Brief an die Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses eine grundlegende Veränderung des Dopingopferhilfegesetzes fordern. Die Regelung liefert die Entscheidungsgrundlagen, wer Anspruch auf eine Einmalzahlung in Höhe von 10.500 Euro aus dem mit 10,5 Millionen Euro ausgestatteten Opfer-Fonds hat.

          Geipel kritisierte den vom Molekularbiologen Werner Franke, Gerhard Treutlein, Co-Autor des Buches „Doping im Spitzensport“, der ehemaligen Leichtathletin Claudia Lepping und dem früheren Skilanglauftrainer Henner Misersky verfassten Brief: „Dass Gründungsmitglieder jetzt so weit gehen, sogar die Fristverlängerung und die Aufstockung des Fonds stoppen zu wollen, das heißt, dass ihnen die Opfer letztlich egal sind, das finde ich persönlich schon schwer bedenklich“, sagte sie: „Die Argumente, die der Brief liefert, erinnern mich fatal an die Sätze derer, die das Schadensthema im Sport über Jahrzehnte abgewehrt haben. Das ist schon bizarr. Dass wir als Vorstand den Brief nicht erhalten haben, ist auch merkwürdig. Hätte man das nicht anders miteinander lösen können?“

          Der Streit wurde offenbar von der Ankündigung des Zehnkampf-Olympiasiegers von 1988, Christian Schenk, ausgelöst, die Erfolgschancen einer möglichen Entschädigung aus dem Opferfonds zu prüfen. Schenk hatte in seiner Biografie zugegeben, während seiner Zeit als Leistungssportler in der DDR wissentlich gedopt zu haben. „Dass jetzt ein geständiger Doper wie Christian Schenk - der fast 25 Jahre Doping leugnete, um seine erschwindelten Erfolge und Einkünfte nicht zu gefährden -, Entschädigung auch nur in Erwägung zieht, zeigt, dass das Gesetz und sein humanitärer Ansatz missbraucht werden“, heißt es in dem Schreiben: „Das Gesetz war immer schon eine Einladung zum fortwährenden Betrug durch damals dopende Sportler, die heute behaupten, nichts gewusst zu haben.

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