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Der Fall Peter Öhler : Das große Ringen um Gerechtigkeit

Kräftezehrender Kampf: zwei Ringer im Duell Bild: Imago

Anfang 2016 gerät der Ringer Peter Öhler plötzlich in ein Doping-Verfahren. Es geht um WhatsApp-Nachrichten, eine Verhaftung auf dem Rollfeld und einen geplatzten Traum. Der längste Kampf seines Lebens dauert drei harte Jahre.

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          Für Ringer liegt die Wahrheit auf der Matte. Peter Öhler suchte sie in den vergangenen Jahren in einem Verfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht und vor dem Amtsgericht Tuttlingen (Aktenzeichen 6 Cs 670 Js 5808/16). „Peter Öhler ist in den Strudel der Einführung des Anti-DopingGesetzes geraten“, sagt sein Anwalt Sven Nagel. Dreieinhalb Jahre lang musste der heute 27 Jahre alte Ringer warten, ehe im Urteil des Strafprozesses der befreiende Satz „Der Angeklagte wird freigesprochen“ stand. Die aufgrund der Ermittlungen der Doping-Schwerpunktstaatsanwaltschaft Freiburg ausgelösten Untersuchungen des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) und das Verfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht nahmen ihm die Chance, an zwei Europameisterschaften und einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Öhler verlor neben möglichen Prämien, Förder- oder Sponsorengeldern vier Berufsjahre im Polizeidienst – ohne jede Chance auf Schadenersatz.

          „Die Dauer des Verfahrens war unerträglich und für einen Profisportler mit sehr begrenzter Zeit für die Ausübung seines Berufs in den Konsequenzen härter als jede Strafe, die denkbar wäre“, sagt Professor Ferdinand Gillmeister, der den Schwarzwälder Öhler im Strafverfahren als Anwalt vertrat. „Ich fühlte mich in den vergangenen Jahre wie im falschen Film“, erzählt der Ringer. Erst nach dem Freispruch und der zuvor gerichtlich erzwungenen Einstellung des Schiedsgerichtsverfahrens sei er in der Lage, über die schwerste Zeit seines Sportlerlebens zu sprechen: „Mir ist in den vergangenen Jahren alles genommen worden, für das ich gekämpft hatte: Das Ringen, mein Traum von Olympia und mein Berufseinstieg bei der Polizei“, sagt Öhler: „Ich will, dass keinem anderen Sportler etwas Vergleichbares passiert. Deshalb erzähle ich meine Geschichte.“

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