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Marathon-Rekordläufer : Kipsang und der Verdacht der Manipulation

Der Lack ist offensichtlich ab: Wilson Kipsang, einst gefeierter Marathonläufer, ist ins Zwielicht geraten. Bild: dpa

Wilson Kipsang ist einer der bekanntesten Athleten im Marathon. Nun steht der frühere Weltrekordhalter aus Kenia unter Verdacht. Bestätigt sich dieser, wäre es der nächste Fall in einer langen Liste.

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          Wilson Kipsang, der 2013 in Berlin den Marathon-Weltrekord auf 2:03:23 Stunden verbesserte, ist provisorisch gesperrt worden. Laut Integritäts-Einheit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes (World Athletics) hat der Kenianer gegen die „Whereabouts“-Regeln zu Doping-Kontrollen verstoßen und steht unter dem Verdacht der Manipulation.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Kipsang, 37 Jahre alt und Sprecher und Gründer der Vereinigung der professionellen Langläufer seines Heimatlandes, ist als Sieger von fünf Läufen aus den World Marathon Majors – Berlin 2013, New York 2014, London 2012 und 2014 und Tokio 2017 – sowie Erster der Frankfurt-Marathons 2010 und 2011, als Gewinner der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen von London 2012 und mit einer Bestzeit von 2:03:13 Stunden (Berlin 2016) einer der bekanntesten Athleten seines Metiers. Noch im Jahr 2018 trat der Kenianer in Tokio und Berlin mit dem Ziel an, Weltrekord zu laufen; in Japan musste Kipsang aufgeben. In Berlin wurde er, als sein Landsmann Eliud Kipchoge den gültigen Weltrekord von 2:01,39 Stunden aufstellte, Dritter. Vier Mal ist Kipsang den Marathon in weniger als 2:04 Stunden gelaufen.

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