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Ex-Doping-Kontrolleur Laforce : „Doping-Kontrollen sind erwartbar und damit nutzlos“

„Fußballer durften alles“: Doping-Kontrolleur Sven Laforce ist desillusioniert. Bild: Imago

Sven Laforce war mehr als zwei Jahrzehnte Doping-Kontrolleur bei Olympischen Spielen und einer Fußball-WM. Im Interview beschreibt er Ausweichmanöver von Top-Athleten und Missstände beim Fußball.

          8 Min.

          Sie waren fast 21 Jahre lang, bis zum Sommer 2018, Doping-Kontrolleur. Dann haben Sie hingeschmissen. Warum?

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Letztlich ist es an einer Kleinigkeit gescheitert. Die Kostenerstattungen wurden immer weiter reduziert, aber dass ich meinen Leuten nicht mal einen Hamburger auf Kosten der Agentur kaufen durfte, hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

          Sie sind Gymnasiallehrer und haben in Ihrer Freizeit für das Unternehmen IDTM aus Schweden gearbeitet. Wozu brauchten Sie Assistenten?

          Nur Krankenschwestern oder Ärzte dürfen Blutproben nehmen. Und ich brauche Chaperons (Helfer/d.Red.), wenn ich bei Wettkampfkontrollen nicht sofort zur Stelle sein kann, sobald ein Athlet seinen Wettkampf beendet. Früher durfte der Organisator Personal stellen, heute müssen alle Beteiligten unabhängig sein. Meist hatte ich Studenten oder Schüler mitgenommen.

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